Konzert

Kelly-Frontfrau kam als Stargast

Star des Abends: Die Ex-Frontfrau der Kelly-Family, Kathy Kelly.Foto:Marcus Simaitis

Star des Abends: Die Ex-Frontfrau der Kelly-Family, Kathy Kelly.Foto:Marcus Simaitis

Foto: WAZ FotoPool

Langendreer.  Kathy Kelly sang gemeinsam mit dem Chören „Daffodiles“und „Masiti“ in der Christuskirche

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„Das wird sicher ein besinnlicher, aber gleichzeitig auch ein lebhafter Abend“, freute sich Corinna Schönwitz, die langjährige Chorleiterin der „Daffodiles“, als sie die Besucher in der bis zum letzten Platz gefüllten Christuskirche begrüßte und zum Mitsingen und -tanzen einlud. Viele kamen, um das gemeinsame Konzert von Kathy Kelly und den Daffodiles zu hören.

Die 48-jährige stellte zunächst den Gospelchor „Masiti“ aus Witten vor, der mit den „Daffodiles“ auftrat. Dadurch hatte der Gesamtchor mit 48 Stimmen (45 Frauen, drei Männer) ein richtig großes Gesangsvolumen, das später auch entsprechend zur Wirkung kam. Schönwitz: „Wir sind schon jetzt ein eingeschweißtes Team.“

Das stellte der Chor stimmlich unter Beweis. Vierstimmig hieß es da fröhlich und mit Popklängen aus dem E-Piano untermalt „Together we praise“. Das Publikum klatschte mit und spendete anschließend Beifall. Kontrastreich ging es mit dem besinnlichen, aber modernen Gottesdienstlied „Herr, wohin sollen wir gehen?“ weiter. Das Besondere war der Wechselgesang zwischen dem Sopran und dem Rest des Chores.

Besinnliche und moderne Gotteslieder

Der erste Auftritt von Kathy Kelly, der ehemaligen Frontfrau der Kelly-Family, ließ dann nicht lange auf sich warten. Die ausgebildete Mezzosopranistin eroberte im Nu die Herzen der Besucher mit „Who will come“. Dabei begleitete sie ihre kraftvolle Stimme, die mühelos mehrere Oktaven umfasst, lebendig auf dem Akkordeon. Andreas Rauschenbach übernahm den Part auf dem E-Piano. Kelly stellte dann im fließenden Wechsel der Instrumente und Stimmlagen die Breite ihres Repertoires vor: Bei „May no May“ spielte sie Gitarre und Flamenco-Rhythmen zu ihrem Gesang. Zum besinnlicheren Folk-Stück „Stan of the country down“ kam eine Geige zum Zuge und beim Spiritual „You raise me up“ ließ Kelly allein ihre Stimme in der Kirche erklingen. Spannend war zudem der Spartenwechsel ins Opernfach, als sie „Signose as colta“ von Puccini intonierte.

In der zweiten Hälfte hielt es niemand mehr auf den Sitzen aus

Die zweite Hälfte des Konzertes gestaltete sich ähnlich, allerdings mit einem Unterschied: Zuerst waren die „Daffodiles“ und die „Masiti“ mit modernem Gospel und Kirchenliedern an der Reihe, dann Kathy Kelly. Dieses Mal ging es jedoch nach mehreren Soli von Kelly gemeinsam rund. Bei bekannten Stücken wie „Glory Halleluja (Saints go marching in)“, „This little light of mine“ und „Amen“ hielt es niemand mehr auf den Sitzen aus. Mitklatschen, Mitschwingen oder -singen lautet die Devise zum Finale der Chöre zusammen mit Kathy Kelly.

Irische Sängerin war höchst zufrieden

Auch die irische Sängerin zeigte sich höchst zufrieden. „Vor 16 Jahren war das hier in Bochum ganz anders“, stellte sie begeistert fest. Danach gab es noch eine gleichwertige Zugabe. Für Corinna Schönwitz war das besonders toll: „Nicht wir luden Kathy Kelly ein, sondern ihre Agentur fragte an, ob wir gemeinsam auftreten könnten.“

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