Mark 51/7

Keine gefährlichen Schadstoffe durch Mark-51/7-Baustelle

Die Baustelle auf dem ehemaligen Opelgelände, heute Mark 51/7 genannt, ist die größte im Stadtgebiet.

Die Baustelle auf dem ehemaligen Opelgelände, heute Mark 51/7 genannt, ist die größte im Stadtgebiet.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Laer.  Wie schädlich sind die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Opel-Werk? Eine Nachbarin wünscht sich Überprüfung. Der Geländeentwickler gibt Entwarnung.

Elke Böning wohnt in der Nähe der Baustelle Mark 51/7 und beäugt die Arbeiten dort kritisch. Der Staub werde nicht abgelöscht, durch die Arbeiten würden Giftstoffe freigesetzt und außerdem könnte das Grundstück verseucht sein. „Wer überprüft das?“, möchte sie wissen. Böning behauptet, neben einer „Giftdeponie zu leben.

Anfrage in der Bezirksvertretung Ost

Nicht nur Anwohner wie Elke Böning, auch die Bezirksvertretung Ost beschäftigt die Frage nach der Schadstoffbelastung durch die Abrissarbeiten. Ein parteiloser Vertreter hatte aufgrund seiner Kritik am Umgang mit schädlichen Stoffen im Inneren der Hallen in dem politischen Gremium eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Im Rahmen dieser sind einige Antworten veröffentlicht worden, die die Stadt Bochum bei der Bochum Perspektive 2022 GmbH erfragt hat. Diese reaktiviert, erschließt und vermarktet die Fläche des ehemaligen Opel-Werks 1.

Aktuell keine Messungen nötig

Die Bochum Perspektive beteuert, dass notwendige Überwachungen vorgenommen und Schadstoffe nicht freigesetzt werden. So würden etwa umweltsensorische Messungen zur Zeit nicht vorgenommen, da sie für die gerade getätigten Arbeiten behördlich nicht vorgesehen sind. Jedes angewandte Verfahren zur Schadstoffsanierung und zum Rückbau folge genauen Richtlinien, die auch angeben, ob und in welchem Umfang Messungen getätigt werden müssen. Anlieger wurden demnach nicht über mögliche Gefahren informiert, einfach, da keine Schadstoffe freigesetzt worden seien.

Weiße Säcke dienen als Verpackung

Auch die weißen Säcke, die vor der Halle gelagert werden, seien nicht gefährlich. Laut Bochum Perspektive sind sie die fachgerechte Verpackung der Dämmstoffe, die bei der Fassadensanierung des ehemaligen Presswerks entnommen worden seien und fachgerecht entsorgt würden. Wasserkanonen würden nach Bedarf eingesetzt, um die Staubbildung zu minimieren. Das sei immer von den Witterungsbedingungen und dem Abrissfortschritt abhängig.

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