Caritas

Hinter der Fronleichnam-Kirche in Bochum-Laer wird gebaut

Das Baufeld hinter der 2008 entweihten Fronleichnam-Kirche in Laer.

Das Baufeld hinter der 2008 entweihten Fronleichnam-Kirche in Laer.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Laer.   Caritas errichtet in Laer die schon seit Jahren angekündigte Einrichtung für suchtkranke Menschen. Auch das Umnutzungs-Konzept fürs Gotteshaus steht.

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Seit Jahren ist es geplant, nun ging es tatsächlich los: Die Caritas hat damit begonnen, hinter der entwidmeten Fronleichnam-Kirche eine Einrichtung für suchtkranke Menschen zu bauen. Mit dem Aushub wurde bereits vor Weihnachten gestartet. Nun steht das Fundament an. „Wenn alles glatt läuft, kann der Einzug Ende 2016, Anfang 2017 erfolgen“, sagt Caritas-Direktor Ulrich Kemner.

Kemner spricht auch gerne von Umzug. Denn der Neubau dieser Einrichtung ist ein Ersatz für das bereits bestehende Blomenberg-Haus in Grumme, das die Caritas aufgeben will. „Dort ist die Bausubstanz zu marode“, erklärt Kemner. Die neue Wohneinrichtung in Laer wird Platz schaffen für 20 Menschen mit einer chronischen Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Unter Anleitung und Begleitung durch Fachpersonal sollen die Betroffenen in ein eigenständiges Leben zurückfinden.

Zu diesem Zweck stehen verschiedene Wohnformen wie Appartements oder Wohnungen innerhalb und außerhalb der Einrichtung zur Verfügung. Gegebenenfalls erfolgt eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Bewohner werden auch beim Umzug in eine eigene Wohnung unterstützt. Großen Wert legt Ulrich Kemner auf die Tatsache, „dass wir ein trockenes Haus sind. Es gibt auf diesem Gebiet auch andere Konzepte.“

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Zuschüsse für das Gebäude gibt es von der Aktion Mensch und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Bei der NRW-Bank hat die Caritas ein Darlehen bekommen. „Und natürlich steuern wir auch Eigenmittel zu dem Neubau bei“, sagt Ulrich Kemner.

Warten auf die Baugenehmigung

Auch die seit 2008 leer stehende Fronleichnam-Kirche wird nicht unberührt bleiben. Sie soll ebenfalls umgebaut werden. „Auch dies ist längst überfällig“, weiß Ulrich Kemner. „Die Kirche soll ja genutzt werden und nicht noch weitere Jahre da rumstehen.“ Das Konzept für die Umnutzung steht: In dem Gotteshaus sollen Beratungsdienste und Teile der Verwaltung der Caritas unterkommen. Im Kirchenschiff wird eine Zwischendecke gezogen. Auch ein Kubus im Eingangsbereich ist geplant.

Mit der Baugenehmigung wird kurzfristig gerechnet. „Uns wurde vor 14 Tagen von der Stadt mitgeteilt, dass noch Abstimmungsbedarf zwischen dem Liegenschafts- und dem Tiefbauamt besteht.“

Gibt die Verwaltung ihr Okay, gehe es zunächst darum, die Gewerke auszuschreiben und Angebote einzuholen. Deshalb kann der Caritas-Direktor die genauen Kosten für den Kirchen-Umbau auch noch nicht benennen. Er schätzt aber, dass es sich um eine ähnliche Größenordnung wie beim Neubau nebenan handeln dürfte. Als Bauzeit veranschlagt er ebenfalls rund ein Jahr.

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