Mobilitätskonzept

Geplantes Mobilitätskonzept macht die Bürger in Laer mobil

An zahlreichen Thementischen können sich die Bürger einbringen und Anregungen für das Mobilitätskonzept für ihren Stadtteil liefern.

An zahlreichen Thementischen können sich die Bürger einbringen und Anregungen für das Mobilitätskonzept für ihren Stadtteil liefern.

Foto: Sebastian Sternemann

Laer.  Wie soll der Fuß-, Rad-, Auto- und öffentliche Nahverkehr in Laer aussehen? Eine Bürgerwerkstatt bringt viele Anregungen. 50 Anwohner wirken mit.

Julia Schiemann wünscht sich besser ausgebaute Fuß- und Schulwege im Park hinter der Grundschule. Monika und Thomas Ackermann sehen Bedarf für eine weitere Querungshilfe auf dem Werner Hellweg. Dirk John möchte durchgehend Tempo 30 auf der Laerfeldstraße.

Viele Ideen brachten die gut 50 Bürger am Montagabend mit zur Bürgerwerkstatt „Mobilitätskonzept“ im Rahmen des Integrierten städtebauliche Entwicklungskonzeptes (Isek) für Laer und Mark 51/7. Im evangelischen Gemeindehaus brüteten sie mehr als eine Stunde lang über Straßen- und Häuserplänen des Stadtteils. Die vorgegebenen Themen an den drei Tischen hießen „Fußverkehr und Barrierefreiheit“, „Rad- und Öffentlicher Verkehr“ sowie „Ruhender und fließender Kfz-Verkehr“.

Alltägliche Erfahrungen fließen ein

Zahlreiche detailorientierte Anregungen für die etwa zehn Stadtplaner vom Planungsbüro „Planersocietät“ und der Stadt waren die Folge. Burkhard Huhn, Abteilungsleiter Stadtentwicklung im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, freut sich: „Dank der Bürger erhalten wir Hinweise aus ihren alltäglichen Erfahrungen, wo Verbesserungen hilfreich sind. Oft benötigt eine solche Veränderung auch nicht viel Geld.“

Schwerpunktbereiche wurden von den Teilnehmern direkt auf die Stadtteilkarten eingezeichnet. Karteikarten wurden mit Stichpunkten versehen. Und es wurde lebhaft diskutiert. Etwa als am Tisch „Öffentlicher Verkehr“ ein Bürger meinte, der Bus 368 solle nicht mehr die Straße Am Kreuzacker nutzen und stattdessen wieder über die Alte Wittener Straße fahren.

Ob das Erneuern des Straßenbelags Am Kreuzacker Sinn ergibt und auf den Grünflächen zwischen den Häusern mehr Pkw-Stellplätze entstehen sollten, sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff. Ebenso, ob die Alte Wittener Straße hinter dem Smak-Markt eine Sackgasse werden sollte, um Schleichverkehr zu verhindern.

Breite Zustimmung fand: Die Einmündung Laerfeldstraße/Werner Hellweg bedarf einer Ampelanlage. „Vor allem als Linksabbieger von der Laerfeldstraße komme ich da nicht raus“, waren sich Rad- und Autofahrer einig. Der Ausbau eines Trampelpfades zwischen Gorch-Fock-Straße und Werner Hellweg fand ebenfalls großen Konsens. Denn: Radfahrer sollen dort nicht weiterhin an Häusereingängen vorbeisausen.

Während es an den Tischen zu „Rad- und Kfz-Verkehr“ Gedränge gab, fristet das Thema „Fußverkehr und Barrierefreiheit“ eher ein ruhiges Dasein. „Macht nichts, wir kommen auch zu Ergebnissen“, schmunzelte Stadtplanerin Caroline Huth. Gut 30 Karten mit Verbesserungsideen waren der Beweis.

„Alle ihre Vorschläge fließen in unsere Planungen mit ein“, zog am Ende Gernot Sternberg vom Planungsbüro Bilanz. Er schränkte ein: „Nicht alles kommt zum Zuge. Wir werden auch Sachen verwerfen, wenn uns andere Aspekte wichtiger erscheinen. Aber: Sie können uns weiterhin von Ihren Ideen überzeugen.“

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