Flüchtlinge

Flüchtlingshilfe Netzwerk Langendreer sucht neue Adresse

Die Flüchtlingsunterkunft am Wiebuschweg wird

Foto: Walter Fischer

Die Flüchtlingsunterkunft am Wiebuschweg wird Foto: Walter Fischer

Langendreer.   Anlaufstelle geht mit der Schließung der Flüchtlingsunterkunft am Wiebuschweg verloren. Die Gruppe hat nun ein Ladenlokal ins Auge gefasst.

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Im April wird die Flüchtlingsunterkunft am Wiebuschweg geschlossen, die Bewohner – etwa 50 sind dort noch zu Hause – ziehen um, überwiegend in Wohnungen. Das Netzwerk Langendreer verliert damit seine feste Anlaufstelle und macht dennoch weiter: In Aussicht steht die Anmietung eines kleinen Ladenlokals, zentral gelegen in einer Seitenstraße zur Alten Bahnhofstraße.

Dort wollen die ehrenamtlichen Helfer eine neue Form der Flüchtlingsbetreuung etablieren, mit Café- und Beratungsangeboten. „Das hängt alles davon ab, ob sich genügend helfende Hände finden, die sich dort regelmäßig und verlässlich engagieren, um feste Öffnungszeiten zu garantieren“, sagt Kristin Schwierz vom Netzwerk Langendreer.

Hausaufgabenhilfe in Bücherei

Das Ladenlokal steht seit langem leer, hat nur 33 Quadratmeter und wäre für das Netzwerk finanzierbar. Bislang nutzt es am Wiebuschweg eine ganze Wohnung mit drei Zimmern, erteilt dort Hausaufgabenhilfe und Deutschkurse. Eine Lösung für die Hausaufgabenhilfe hat bereits die Stadtteilbücherei Langendreer angeboten. Die Kinder könnten dort zu bestimmten Zeiten betreut werden.

Der Laden soll vor allem auch sicherstellen, dass die Kontakte zu den Geflüchteten nicht verloren gehen im Sinne von Nachbarschaft. Viele von ihnen kommen einmal pro Monat ins Begegnungscafé im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Alte Bahnhofstraße. „Das könnte sich zerschlagen, wenn die Menschen woanders wohnen. Bislang laden wir jeweils per Aushang an der Unterkunft dazu ein. Als Ersatz könnte ein Caféangebot im Ladenlokal dienen. Weil es so klein ist, könnte es häufiger, dann für weniger Menschen stattfinden.

Netzwerk finanziert sich aus Spenden und Fördergeld

Zum Netzwerktreffen kommen regelmäßig rund 25 Teilnehmer, dazu engagieren sich weitere Aktive in der Flüchtlingsarbeit. Ein stabiler Kreis, aus dem Kristin Schwierz hofft, fünf bis sechs zuverlässige Helfer rekrutieren zu können, die „Lust haben, sich um so einen offenen Begegnungsort verbindlich zu kümmern. Doch ich bin da ganz zuversichtlich, dass es klappt“.

Das Netzwerk finanziert sich überwiegend aus Spenden; zudem beantragt es regelmäßig Gelder aus einem NRW-Programm für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit. Ob sie in diesem Jahr weiterfließen, sei noch offen: Bislang gibt es keine Ausschreibung.

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