Freibad Werne

FDP/Stadtgestalter: Freibad-Sanierung Werne geht günstiger

Die alte Eingangshalle des Freibades in Werne wird abgerissen. Die Wasser-Welten planen einen zweigeschossigen, modernen Neubau mit Umkleide- und Kassenbereich, Kursräumen, einem Begegnungsraum für den Stadtteil und einem Fitnessbereich im Obergeschoss.

Die alte Eingangshalle des Freibades in Werne wird abgerissen. Die Wasser-Welten planen einen zweigeschossigen, modernen Neubau mit Umkleide- und Kassenbereich, Kursräumen, einem Begegnungsraum für den Stadtteil und einem Fitnessbereich im Obergeschoss.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Bochum-Werne.   Ratsfraktion von FDP und Stadtgestaltern kritisiert Sanierungsplan fürs Freibad Werne – zu teuer. Vermisst wird ein grundlegendes Bäderkonzept.

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„Das Freibad für die Werner zu erhalten, ist sicher wünschenswert. Als Grundlage fehlt aber das versprochene Bäderkonzept“, erklärt Felix Haltt, Ratsmitglied aus dem Bochumer Osten und Vorsitzender der Fraktion „FDP & Die Stadtgestalter“. „Am Ende schustert man ein Flickwerk aus geschaffenen Fakten zusammen und deklariert das dann im Nachhinein als großen Wurf“, kritisiert Haltt.

Nach Höntrop der nächste Einzelstandort

„Jetzt passiert das, wovor wir die ganze Zeit gewarnt haben“, ärgert sich der Ratsherr. „Nach Höntrop diskutieren wir nun über einen weiteren Einzelstandort. Wir müssen doch erst wissen, wo wir im Stadtgebiet welche Bedarfe haben, wie wir Schwerpunkte setzen und knappes Geld aufteilen wollen, bevor man punktuell schwere Investitionen freigibt.“

Kritik an konkreten Maßnahmen

Aber auch an den konkreten Maßnahmen am Freibad in Werne übt Haltt Kritik: „Selbst wenn man die Bedarfe anderer Standorte außer acht lässt, steht das Vorhaben finanziell auf tönernen Füßen. Nach der 11,8-Millionen-Euro-Investition soll sich der jährliche Verlust des Standortes sogar noch deutlich erhöhen. 2,75 Mio. Euro für ein Fitnessstudio und 1,5 Mio. Euro für eine Tiefgarage mit nur 50 Plätzen sowie 4,5 Mio. Euro für ein überteuertes Luxus-Eingangsgebäude gehen am Bedarf der Menschen vorbei, wenn andererseits Geld für Lehrschwimmbecken fehlt.”

Stadt soll sich auf Kernaufgabe konzentrieren

Haltt weiter: „Dass die Bochumer Wasser-Welten als kommunale Tochter nun mit eigenem Studio in der Fitnessbranche mitmischen will, sehen wir unter anderem aufgrund des fehlendem Know-Hows als Wagnis. Auch sind die zugrunde gelegten Kalkulationsgrundlagen eines solchen Studios mit mindestens tausend Mitgliedern in unseren Augen zu optimistisch gerechnet. Die Stadt sollte sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren und nicht privaten Fitnessstudios Konkurrenz machen.“

Klare Absage an das geplante Fitnessstudio

Die Fraktion möchte für den Standort Werne einen neuen soliden Eingangsbereich und sanierte Umkleiden ohne Fitnessstudio und Tiefgarage prüfen. Dazu hat sie eine entsprechende Anfrage im Ausschuss für Beteiligung und Controlling am 27. Juni gestellt: „Das könnte sich als deutlich kostengünstiger erweisen und den Wernern dennoch ein attraktives Badeerlebnis ohne Schnick-Schnack bieten“, findet Felix Haltt.

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