Jugendtreff

Die Koch-Ladys tischen jeden Mittwoch für Kinder auf

Kochen jeden Mittwoch ehrenamtlich für Laersche Kinder: (v.l.) Erika Kolbus, Grete Link, Helga Neumann und Ruth Ziegler.

Kochen jeden Mittwoch ehrenamtlich für Laersche Kinder: (v.l.) Erika Kolbus, Grete Link, Helga Neumann und Ruth Ziegler.

Foto: Fischer

Laer.   Jeden Mittwoch kochen Helga Neumann, Erika Kolbus-Knaak, Grete Link und Ruth Ziegler für die Kinder des ev. Kinder- und Jugendtreffs an der Suntumer Straße. Die Initiative ging vom Leiter der Einrichtung aus. „Er hatte uns gefragt, ob wir Lust hätten, für die Kids zu kochen“, sagt Kolbus-Knaak. „Hatten wir.“

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Es ist Mittwoch, zwölf Uhr mittags. In der Küche des ev. Gemeindehauses geht das Licht an. Helga Neumann, Erika Kolbus-Knaak, Grete Link und Ruth Ziegler legen sich die Kochschürzen um, greifen zu Töpfen und Pfannen, teilen die Aufgaben ein – und legen los. In einer Stunde gilt es wieder, viele kleine hungrige Mäuler zu stopfen.

Wie jeden Mittwochmittag, wenn die vier Koch-Ladys der Frauenhilfe Laer für die kleinen Besucher des ev. Kinder- und Jugendtreffs an der Suntumer Straße kochen. Seit Anfang des Jahres zaubern sie Woche für Woche Leckereien auf die Teller ihrer jungen Gäste. Die Initiative ging von Stephan Kosel, dem Leiter der Einrichtung, aus. „Er hatte uns gefragt, ob wir Lust hätten, für die Kids zu kochen“, erinnert sich Erika Kolbus-Knaak. „Wir hatten.“

Nun kommt das Quartett aus der Nummer nicht mehr raus – so gut schmeckt es den Kindern. Armidona (9), gar alles, was die Koch-Ladys ihr und den anderen auftischen. Die Kinder sind so begeistert, dass sie im Vorfeld immer wieder fragen, ob sie mithelfen dürfen. Na klar dürfen sie. Und so schneidet Armidona fleißig Tomaten, während Melinda (8) Paprika kleinschnibbelt. Heute gibt es Hamburger – mit viel Gemüse.

Ausgewogenes und reichhaltiges Angebot

Ein ausgewogenes und reichhaltiges Angebot ist Helga Neumann sehr wichtig: „Wir möchten die Kinder auch an Lebensmittel und Gerichte heranführen, die sie von zu Hause vielleicht nicht so kennen.“ Gemüse- oder Lauchcremesuppe etwa, oder Geschnetzeltes mit Reis und Kohlrabi. „Das wird prima angenommen.“

Der Renner sind natürlich Nudeln. „Spaghetti“, sagt Grete Link, „gehen immer. Aber vergangene Woche bekamen wir auch für unsere Chickennuggets, Fischstäbchen und Ofenkartoffeln von den Kindern eine Eins plus“, freut sie sich über die positive Resonanz.

Die Lebensmittel besorgt Karl Kosel, der ehemalige Gemeindepfarrer, tags zuvor bei der Wattenscheider Tafel. „Den Rest kaufen wir dazu“, sagt Ruth Ziegler. Bis zu 25 Kinder nehmen das Angebot eines Mittagsessens jede Woche wahr. Stephan Kosel ist darüber hinaus auch das soziale Miteinander wichtig: „Hier lernen die Kinder gemeinsam zu essen, sich die gegenseitig die Schüssel zu reichen und erst einmal eine kleine Portion zu nehmen.“

Auch das Tischdecken übernehmen die Kinder, inklusive Servietten falten. Bevor sie „reinhauen“ dürfen, gibt’s ein flottes Rap-Gebet im Rhythmus von „We will rock you.“ Dann endlich werden die Burger vernichtet. Was folgt, ist gefräßige Stille . . .

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