Wortschätzchen

Bochumer Wortschätzchen faszinieren auch noch nach 20 Jahren

Rainer Küster stellte in Langendreer die achte Auflage der Bochumer Wortschätzchen vor, an der er mitgeschrieben hat. Die Sammlung

Rainer Küster stellte in Langendreer die achte Auflage der Bochumer Wortschätzchen vor, an der er mitgeschrieben hat. Die Sammlung

Foto: Gero Helm

Langendreer.   Autor Rainer Küster liest in Langendreer aus der achten Auflage der beliebten Sammlung Bochumer Wortschätzchen. Sie gibt es schon seit 20 Jahren.

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Es gibt sie tatsächlich – echte Bochumer Wörter: Neben dem Birkenmeier oder dem Gänsereiter ist vermutlich die Dönninghauser der bekannteste Bochumer (Verbal-)Export. Als Urworte dieser Stadt fanden diese Begriffe bereits in der ersten Auflage des Wortlexikons „Bochumer Wortschätzchen“ aus dem Jahre 1998 prominente Erwähnung. „Eine eigene Bochumer Sprache, einen speziellen Stadtdialekt gibt es allerdings nicht“, stellt Rainer Küster, Mitautor der Wortschätzchen, klar. Vielmehr seien die meisten der in seiner Wortanthologie angeführten Begriffe eher allgemeines Ruhrpott-Vokabular. Die oben genannten Bochumer Eigennamen bilden hier die Ausnahme und binden darin das Werk von Küster und Josef Fellsches aber doch ganz klar an die Fiege-Stadt.

Ein spannendes Thema. Und so lauschen die Anwesenden aufmerksam seinen Ausführungen, als Rainer Küster die aktuelle Version der Wortschätzchen im Wirtshaus Hiby auf Einladung des Verkehrs- und Geschichtsvereins Langendreer/Werne präsentiert. „Wir freuen uns sehr, mit dieser Veranstaltung unser Jahresprogramm eröffnen zu können“, sagt Rolf Hiby, Vorstand des Vereins und Inhaber jenes Wirtshauses an der Baroper Straße, den anwesenden Mitgliedern; hatte Küster doch vor einiger Zeit schon mal einen Vortrag im Verein gehalten. „Die heutige Veranstaltung wird bestimmt mindestens genau so gut wie jene damals“, so der Hausherr.

Und Hiby soll Recht behalten. Denn spätestens als Küster den Ursprung seines Lieblingswort-schätzchens erklärte – es handelt sich um das Wörtchen „Bremmel“; sein Ursprung ist eine spontane, ungewollte Verquickung der Worte „bremsen“ und „Pimmel“, die einem Autofahrer in Bezug auf einen abrupt bremsenden anderen Verkehrsteilnehmer über die Lippen kam – lachen alle Anwesenden gemeinsam mit dem Vortragenden.

Im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Wortsammlung wurde Ende letzten Jahres die nunmehr achte Auflage derselben – wie bei den Auflagen zuvor in Kooperation mit der Mayerschen Buchhandlung – veröffentlicht. Circa 140 neue Begriffe wurden seit der siebten Auflage von 2009 in den Sammelband aufgenommen. „Natürlich werden von Auflage zu Auflage auch immer mal wieder Redewendungen und Wörter aus dem Buch herausgenommen, weil sie mittlerweile zu sehr in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind“, erklärt Küster die Arbeit an der neuen Edition.

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