Einzelhandel

Ausstellung soll Geschäftsleben in Bochum-Werne ankurbeln

Diese Würfel ergeben zusammen Ausstellungswände, die in mindestens zwei Ladenlokalen am Werner Hellweg zu sehen sein werden. 

Diese Würfel ergeben zusammen Ausstellungswände, die in mindestens zwei Ladenlokalen am Werner Hellweg zu sehen sein werden. 

Foto: Sebastian Becker

Bochum-Werne.  „Gute Geschäfte“ heißt eine Ausstellung, die jetzt in Bochum-Werne startet. Sie soll neue Ideen und Schwung in die Geschäftswelt vor Ort bringen.

Überall im Stadtgebiet stehen in den Einkaufszentren Ladenlokale leer. Der Ortskern entlang des Werner Hellwegs in Werne bildet da (leider) keine Ausnahme. Umso besser, dass sich auch dahingehend über das Stadterneuerungsprogramm „W-LAB“ etwas tun soll.

Stadtteilmanagement beschreitet neue Wege

Der Einzelhandel befindet sich auch in Werne auf dem Rückzug. Und da man zudem auch keinen Eigentümer zwingen kann, etwas gegen leere Ladenlokale im eigenen Haus zu unternehmen, versucht das Stadtteilmanagement nun auf anderen Wegen, die Situation zu verbessern. Etwa über eine Ausstellung, die man an Land ziehen konnte. Keine große Sache, aber durchaus eine Möglichkeit, auf die Begebenheiten vor Ort aufmerksam zu machen – und Schwung in den Laden zu bringen, um es bildlich zu formulieren.

Städtisches Leben durch neue Ideen zurückgewinnen

Mit der Ausstellung „Gute Geschäfte – Was kommt nach dem Einzelhandel?“ thematisiert „StadtBauKultur NRW“ Gründe für Leerstände in der Stadt und macht deutlich, wie verlorenes städtisches Leben durch neue Ideen zurückgewonnen werden kann. Mit der Wanderausstellung „Gute Geschäfte“ wird ein Format angeboten, dass leicht in vielen Kommunen umgesetzt werden kann – so auch in Werne.

Pappwürfel und Broschüren

Die Ausstellung besteht aus bis zu 100 Pappwürfeln und einer begleitenden Broschüre und kann benutzt werden, um mit Bürgern und anderen Akteuren über die Zukunft von Einzelhandelssituationen ins Gespräch zu kommen. Sie ist allgemein gehalten und nicht speziell auf Werne ausgerichtet.

Wanderausstellung ist bis Mitte Januar zu sehen

Bis Mitte Januar soll die Wanderausstellung in Werne zu sehen sein. Sie liefert Infos zum Ist-Zustand in vielen Städten, wo mit dem Rückzug des Einzelhandels in den Stadtteilen nicht nur die Sicherstellung der Nahversorgung gefährdet ist, sondern auch das öffentliche Leben darunter leidet. Sie präsentiert aber auch Projektideen aus Städten, die leere Ladenlokale nutzen und gleichzeitig wieder neues Leben bringen.

Neue Impulse für Werne erhofft

„Wir erhoffen uns dadurch auch neue Impulse für Werne“, sagt Karsten Höser vom Stadtteilmanagement. „Die Ausstellung soll neue Ideen bringen, für temporäre, aber auch für feste Lösungen“, hofft Höser auf Nachhaltigkeit. Und auf ein Einlenken bei dem einen oder anderen Eigentümer entlang des Werner Hellwegs.

Schwierige Suche nach Standorten

Bezeichnend für die aktuelle Situation ist allein der Umstand, wie schwierig es für das Stadtteilmanagements ist, überhaupt leerstehende Ladenlokale für die Ausstellung zu bekommen. „Eine Würfelwand wird nun durch das Schaufenster des früheren ,Scharfen Drucks’ am Werner Hellweg 495 zu sehen sein“, sagt Höser. Das zweite Ladenlokal stellt das Stadtteilmanagement selbst – das eigene Büro an der Ecke Deutsches Reich. Die Option auf ein drittes leerstehendes Geschäftslokal wird sich wahrscheinlich zerschlagen.

Auftaktveranstaltung am 12. November

Mit einer Auftaktveranstaltung will das Stadtteilmanagement auf die neue Ausstellung aufmerksam machen. Sie findet am nächsten Dienstag (12.) um 19 Uhr im Büro des Stadtteilmanagements, Werner Hellweg 499, statt. Zunächst wird es ein kurzes Referat darüber geben, wie man Leerstände anders beleben kann – etwa durch urbane Produktion. Anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema, an der u.a. auch Vertreter der Werner Werbegemeinschaft und der örtlichen Politik teilnehmen wollen.

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