Liebfrauien

Aus dem Mütterverein wuchs die Frauengemeinschaft

kfd-Vorsitzende Margret Süss-Emden begrüßt die Gäste zur Feier zum 125-jährigen Bestehen der kfd Liebfrauen Altenbochum..

Foto: Olaf Ziegler

kfd-Vorsitzende Margret Süss-Emden begrüßt die Gäste zur Feier zum 125-jährigen Bestehen der kfd Liebfrauen Altenbochum.. Foto: Olaf Ziegler

Altenbochum.  Die katholische Frauengemeinschaft (kfd) der Gemeinde Liebfrauen in Altenbochum feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Viel Zuspruch aus der Gemeinde.

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„Geht weiterhin mutig in die Zukunft“: Das schrieben die Festgäste der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) in der Gemeinde Liebfrauen ins Stammbuch, die 125 Jahre alt wurde. Die Gemeinschaft beging ihn festlich mit einem Empfang im Ludgerus-Gemeindezentrum.

kfd-Vorsitzende Margret Süss-Emden stellte sich schon zum Auftakt selbstbewusst vor ihre Frauen, als sie die gut 100 Gäste begrüßte und mit allen auf das Jubiläum anstieß: „Wir sind damit eine der ältesten Gemeindegruppen. Erst vor zwei Jahren feierten wir das 125-jährige Bestehen der Kirche.“ Als Vorsitzende trat sie ihr Amt 2008 an mit der Fusion der Frauengemeinschaften aus Fronleichnam-Laer und Liebfrauen-Altenbochum. Sie bewältigte dabei mit ihrem 20-köpfigen Leitungsteam die jüngste Herausforderung für die Frauen.

„Mutig und voller Zuversicht in die Zukunft gehen“

Gemeindereferentin Sabine Pappert begleitet seit 2002 die Frauengemeinschaft geistlich: „Wir können stolz sein auf 125 Jahre Frauenpower. Wir können deshalb als Frauen in der Kirche mutig und voller Zuversicht in die Zukunft gehen“, rief sie den Anwesenden zu.

Pappert unternahm eine Zeitreise in die kfd-Geschichte. Diese würzte sie mit historischen Ereignissen, die die Qualitäten der Frauen unterstreichen. Etwa die Anmeldung des Einmachglases zum Patent im Gründungsjahr 1892 durch den Chemiker Rudolf Rempel aus Gelsenkirchen. Pappert: „So wie ein Patent nicht aus dem Nichts entsteht, so ging der Gründung des Müttervereins drei Jahre zuvor ein Kreis von Frauen voraus, die gemeinsam handarbeiteten.“ Diese stellten anfänglich Paramente und andere Arbeiten für den Gebrauch im Gottesdienst her.

Pfarrer Vogel lud 1892 alle Gemeindefrauen zu einer Müttergemeinschaftsmesse ein. Er legte so den Grundstein für den Mütterverein, da sein Vortrag einen nachhaltigen Eindruck bei den Frauen hinterließ.

Vom Mütterverein zur Frauengemeinschaft

Die Frauen halten das gemeinsame Gebet in der Gemeinde bis heute hoch, ebenso wie Hilfe für Bedürftige. Als Frauen Zugang zur Arbeitswelt erhielten, änderten sie 1968 den Namen von Mütterverein zu Frauengemeinschaft.

Wie sehen die Mitglieder ihre kfd? „Ich mag die Gemeinschaft hier“, erklärte Brigitte Hugo (56). „Es war ein Paukenschlag, als wir uns mit der kfd in Altenbochum zusammenschließen mussten“, berichtete Elisabeth Cors (85) aus Laer. Heute sei es ein gutes Miteinander. Maria Schelp (91), seit 68 Jahren dabei, findet die regelmäßigen Treffen anregend. Für Altenbochumerin Christine Engelberg, seit 45 Jahren Mitglied im Leitungsteam, ist die kfd eine Herzensangelegenheit.

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