Abschied von Pfarrerin

Altenbochumer Pfarrerin wechselt in Krankenhaus-Seelsorge

Pfarrerin Gilda Bruckmann bei ihrem letzten Gottesdienst in der evangelischen Lukaskirche in Altenbochum.

Pfarrerin Gilda Bruckmann bei ihrem letzten Gottesdienst in der evangelischen Lukaskirche in Altenbochum.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bochum-Altenbochum.  Pfarrerin Bruckmann verlässt die evangelische Gemeinde Altenbochum-Laer. Sie wird Krankenhaus-Seelsorgerin, bleibt Altenbochum aber verbunden.

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier“, hat die 1991 verstorbene Volksschauspielerin und Sängerin Trude Herr einmal gesungen. Das gilt im übertragenen Sinne auch für Pfarrerin Gilda Bruckmann. Die evangelische Kirchengemeinde Altenbochum-Laer verabschiedete die 55-jährige Pfarrerin zwar mit einem festlichen Gottesdienst in der Lukaskirche, da sie seit dem 1. September in Bochumer Krankenhäusern arbeitet.

Letzte Predigt vor gut 100 Besuchern

„Ich werde aber weiterhin in Altenbochum wohnen bleiben und freue mich auf viele gute Begegnungen auch in Zukunft“, erklärte Bruckmann, als sie sich bei der Gemeinde und über 100 Gottesdienstbesuchern für die guten Wünsche zur Zukunft bedankt. Zuvor predigte sie das letzte Mal als Gemeindepastorin in der Lukaskirche. Den Gottesdienstbesuchern ist die Pfarrerin keine Unbekannte. Sie wirkte seit dem 1. Oktober 2004 fast 15 Jahre in der Kirchengemeinde.

Neben der Gottesdienst-Gestaltung wurde die Altenheim-Seelsorge zunächst ihr Schwerpunkt. „Meine Aufgabe umfasste die Tätigkeit in den Häusern ,Am Glockengarten’, dem ,Buchen-Hof’ sowie im ,St. Anna-Stift’“, blickt Gilda Bruckmann im Gespräch zurück. „Allerdings sind in den letzten Jahren auch Amtshandlungen wie Beerdigungen, Taufen und Trauungen hinzugekommen“, so die Pfarrerin im Entsendungsdienst weiter. Der Konfirmandenunterricht gehörte von Anfang an zu ihren Aufgaben.

Viel Dank aus den örtlichen Seniorenheim

Ihre Arbeitsfelder spiegelten sich bei den Grußworten wider. „Sie haben sehr einfühlsam unsere Bewohner bei all ihren Sorgen und Nöten, aber auch bei ihrer Freude begleitet“, betont Petra Kerstan, Leiterin des Buchen-Hofes vom Ev. Johanneswerk. Thomas Körber, Sozialer Dienst des St. Anna-Stiftes, kam extra mit einer Abordnung aus dem Hause. „Für Ihr Zuhören und Ihren Trost wollen wir danken. Sie sind weiterhin stets bei uns willkommen“, erklärt er.

Ökumene lag ihr sehr am Herzen

Die Ökumene mit der Liebfrauen-Gemeinde Altenbochum lag Bruckmann ebenfalls am Herzen. „Ich bin zwar erst seit drei Jahren hier. Ihr großes Interesse am Glauben durfte ich bei den ökumenischen Gesprächen wie auch bei gemeinsamen Gottesdiensten mit Freude erleben“, erklärt Pater und Gemeindepastor David Ringel.

„Großen Fußabdruck hinterlassen“

Die evangelische Gemeinde dankte der Pfarrerin ebenfalls. Presbyter Tim Pöppel übernahm die Aufgabe. „Du hast einen großen Fußabdruck in der Gemeinde hinterlassen, Menschen und Gruppen geprägt“, sagt er zu Bruckmanns Wirken, das sich stets durch Ideenreichtum, Kreativität und Tatkraft ausgezeichnet habe. Pfarrerin Christina Cremer legte eine Schippe drauf. Durch die gemeinsame Arbeit sind wir Freundinnen geworden“, betonte sie.

Stelle wird nicht neu besetzt

Gilda Bruckmann wird in der Krankenhaus-Seelsorge arbeiten. Tätigkeitsschwerpunkt sind die Augusta-Kliniken. Für die neue Aufgabe hat sie sich mit der Zusatzausbildung zur Klinischen Seelsorgerin vorbereitet. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und auf die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen dort“, sagt sie. Für die Gemeindearbeit gibt es keinen Ersatz. Die verbliebenen Kollegen Cremer und Claudia Frank müssen diese Arbeit - soweit wie möglich – mit übernehmen.

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