ÖPNV

Bochum: Neuer Bogestra-Fahrplan bringt nicht nur Vorteile

Der neue Bogestra-Fahrplan bringt ab 15.12. viele Veränderungen.

Der neue Bogestra-Fahrplan bringt ab 15.12. viele Veränderungen.

Foto: Gero Helm / Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.  Am Sonntag, 15. Dezember, geht das „Netz 2020“ an den Start mit vielen Neuerungen auch bei der Bogestra. Das bringt nicht nur Vorteile im ÖPNV.

Mit der Fahrplanumstellung kommen auf Bus- und Bahnfahrer ab dem 15. Dezember große Veränderungen zu. Die Neuerungen der Bogestra bringen nicht nur veränderte Taktzeiten, sondern auch neue Linien und teils veränderte Streckenführungen. Dabei ergeben sich aber nicht nur Verbesserungen, sondern für einige ÖPNV-Nutzer auch Nachteile. Die Stadtteile sind dabei ganz unterschiedlich betroffen.

Der Lokalpolitiker Hans-Dieter Rakowski erklärt, dass die Fahrplanumstellung für viele Eppendorfer „leider große Nachteile bringt: 1. Die Direktverbindungen zu den Bochumer Krankenhäusern entfallen durch den Wegfall der Linien 354 und 394 in Eppendorf. 2. An Samstagen und Sonntagen fährt die Linie 346 nicht mehr, so dass keine Direktverbindung von der Haltestelle Munscheider Straße nach Querenburg besteht. 3. Durch die unterschiedlichen Linienwege der Linien 345 und 355 gibt es in der Nebenverkehrszeit – an den Abenden sowie an Samstagen und an Sonntagen – nur einen Stundentakt durch die Engelsburger Straße“. Veränderungen für die Eppendorfer gibt es auch auf der Linie 365, die künftig über die Garten- und Blumenfeldstraße weiter Richtung Weitmar und Hbf fährt. Rakowski (SPD) hatte in zwei Versammlungen des Bürgertreffs Eppendorf über das Thema informiert.

Buslinie 390 ist besonders betroffen

Besonders wichtig: Die Buslinie 390 verkehrt künftig ab S-Bahnhof Höntrop – ähnlich wie schon der 389er – über die Straßen Mattenburg und Op de Veih und fährt an der blauen Fußgängerbrücke dann über den Zeppelindamm, an der Tankstelle über die Zoll- und Ruhrstraße Richtung Oberdahlhausen und Sattelgut sowie dann weiter bis nach Linden, wo künftig die Endstelle ist.

Wolfgang aus der Fünten wohnt an der oberen Zollstraße in Höntrop und kritisiert die „derzeit zu langen Wartezeiten beim Umstieg vom Bus auf die Straßenbahn 310 an der Haltestelle Höntrop Kirche. Das hat in der Vergangenheit nicht geklappt, ist völlig inakzeptabel. Da verliert man sehr viel Zeit“. Er hat Zweifel, ob der neue Bogestra-Fahrplan ihn zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV überzeugen kann. Künftig fährt allerdings nicht nur – wie bisher – die Buslinie 389 über die Op de Veih aus/in Richtung Zollstraße, sondern auch die Linie 390 im Zuge ihrer neuen Streckenführung durch Höntrop und Eppendorf. Erhebliche Nachteile gibt es definitiv für Fahrgäste der Höntroper Siedlung im Gebiet Zilleweg/Rembrandtweg/Varenholzstraße durch einen 30-Minuten-Takt der Linie 389 in diesem Bereich.

Viele Beschwerden aus Günnigfeld und Eppendorf

Beschwerden gibt es aus Günnigfeld hinsichtlich der Buslinie 390, die fährt dort teils nur noch im 30-Minuten-Takt – was vor allem morgens für Schulkinder Richtung Bochum/Wattenscheid ein Problem ist. Ein „Zwischenbus“ auf der Strecke zwischen Oberdahlhausen und der Haltestelle Ulrichstraße in Günnigfeld soll in der Woche für einen 15-Minuten Takt sorgen. Der 30-Minuten-Takt ist aber auch für Fahrgäste in Richtung Herne eine Verschlechterung.

Manfred Strecker aus Günnigfeld ist ein regelmäßiger ÖPNV-Nutzer; er will erstmal ausprobieren, wie sich die Änderungen konkret für ihn auswirken. „Auf mein Auto werde ich wohl auch weiterhin nicht verzichten können.“

Fakt ist: Jeder muss sich individuell über die Änderungen informieren. Es gibt aber nicht nur Kritik und Skepsis. Ein User aus Höntrop meint auf waz.de: „Ich finde das neue Netz insgesamt gut. Endlich mal eine Direktverbindung von Höntrop nach Linden und zur Uni und vom August-Bebel-Platz nach Querenburg. Ich freue mich schon, gut gemacht.“

Hier finden Sie Berichte zum Fahrplanwechsel in einzelnen Städten an Rhein und Ruhr:

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