Freibad

Bochum: Linke lehnen Verkleinerung des Freibads Werne ab

Das Erich-Brühmann-Haus war voll besetzt bei der Bürgerinformationsveranstaltung zum Erhalt des Freibades Werne im September.

Das Erich-Brühmann-Haus war voll besetzt bei der Bürgerinformationsveranstaltung zum Erhalt des Freibades Werne im September.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Werne.  Der Rat entscheidet am Donnerstag über die Wiedereröffnung. Linksfraktion kritisiert: Bäder in Bochum sind jahrelang kaputtgespart worden.

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In seiner Sitzung am Donnerstag (12.) wird der Bochumer Rat darüber entscheiden, ob das Freibad Bochum-Werne nur deutlich verkleinert wiedereröffnet werden soll. Die SPD-Grünen-Koalition sowie auch die CDU haben angekündigt, die Verkleinerungspläne mitzutragen. Anders die Linksfraktion, die sich dagegen ausspricht.

Dazu erklärt Ralf-Dieter Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat: „Dem Bochumer Osten wird die dauerhafte Totalschließung des Freibads wohl erspart bleiben. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass fast alle im Rat vertretenen Parteien gemeinsam beschließen wollen, die Schwimmflächen in unserer Stadt weiter zu reduzieren. Wir haben lange dafür gekämpft, dass das Schwimmbad schnellstmöglich wiedereröffnet wird. Aber wir sprechen uns deutlich gegen die geplante massive Verkleinerung aus.“

Keines der Planschbecken soll wiedereröffnet werden

Die aktuellen Pläne sehen vor, das Schwimmbecken von 75 Meter auf 50 Meter Länge zu kürzen. Auch das Nichtschwimmerbecken soll verkleinert werden, nämlich von 50×30 Meter auf 30×30 Meter. In diesem viel kleineren Becken soll dann auch noch ein Flachbereich für Kleinkinder bereits integriert sein. Nach den bisherigen Plänen soll keines der zwei Planschbecken wiedereröffnet werden.

Diese Kürzung hält Ralf-Dieter Lange für besonders unpraktikabel: „Wer ein Bad plant, in dem sich Babys, Kleinkinder, ältere Kinder und andere Nichtschwimmer und -schwimmerinnen ein einziges verkleinertes Becken teilen müssen, provoziert damit nur Probleme und Konflikte.“

Selbst verursachter Investitionsstau

Lange weiter: „Es ist eine Schande, dass die SPD-Grünen-Koalition den von ihr selbst verursachten Investitionsstau jetzt dazu nutzen will, das Bad dermaßen zu verkleinern. Wir sagen: Wer ein Schwimmbad über Jahrzehnte hinweg kaputtgespart hat, hat die Verantwortung, den Schaden wieder gut zu machen. Wir fordern eine deutliche Nachbesserung bei den Plänen. Die Bürger-Initiative ‚Freibad-Fans‘ hat ganz konkrete Vorschläge. Dass die Bädergesellschaft Wasser-Welten die betroffenen Bürger allerdings erst einen Tag nach der Ratssitzung einlädt, wenn bereits alles entschieden ist, zeigt leider deutlich, wie ernst es ihnen mit Bürgerbeteiligung ist.“

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