Stadtumbau

Bochum-Laer soll durch Hof- und Fassadenprogramm erstrahlen

Malermeister Marco Siegmund (von links), Miteigentümer Klaus Klinger, Stadtteilarchitekt Markus Ulmann, Melanie Just, Projektleitung Stadterneuerung, Immobilienverwalterin Claudia Seuthe und Bettina Arens mit Hund Nelly vor den frisch gestrichenen Wohnhäusern Laerfeldstraße 2-4a in Bochum-Laer.

Malermeister Marco Siegmund (von links), Miteigentümer Klaus Klinger, Stadtteilarchitekt Markus Ulmann, Melanie Just, Projektleitung Stadterneuerung, Immobilienverwalterin Claudia Seuthe und Bettina Arens mit Hund Nelly vor den frisch gestrichenen Wohnhäusern Laerfeldstraße 2-4a in Bochum-Laer.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum-Laer.  Frische Farben nach Bochum-Laer will das Hof- und Fassadenprogramm im Stadtumbau bringen. Erste Bewohner freuen sich bereits darüber.

Eine bunte Mischung verschiedener historischer Baustile ist in der Häuserreihe Laerfeldstraße 2-4a in Bochum-Laer zu finden. Eines verbindet jedoch das gründerzeitliche Haus von 1905 in der Mitte mit seinen beiden Flügelgebäuden aus dem Jahr 1979. Mit Hilfe des Fassaden- und Hofflächenprogramm im Stadtumbauprojekt Laer/Mark 51/7 erstrahlt der gesamte Gebäudekomplex nun in einem frischen Weiß.

Fassadenprogramm soll sich in Bochum-Laer herumsprechen

„Dies ist das zweite Haus, das wir durch einen Zuschuss aus den Projektmittel erneuern konnten“, freut sich Projektleiterin Melanie Just für das örtliche Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Die Verwaltungsmitarbeiterin hofft, dass die neu gestrichenen Häuser im nahe liegenden Kreuzungsbereich zur Alten Wittener Straße Signalwirkung haben für andere Immobilienbesitzer im Stadtteil.

„Frische Farbe bringt Freude“

Die Hauseigentümergemeinschaft der Gebäude jedenfalls ist sehr zufrieden mit dem öffentlich geförderten Neuanstrich. „Für uns war das eine große Chance, das Haus von außen zu erneuern“, sagt Bettina Arens, eine der 18 Mitglieder der Eigentümergemeinschaft. „Die frische Farbe bringt Freude“, schmunzelt sie weiter.

40-prozentiger Zuschuss

Bereits im Sommer 2018 – kurz nach dem Start des örtlichen Stadtumbauprojekts – beschloss die Eigentümerversammlung, sich in der Sache beraten zu lassen. Hausverwalterin Claudia Seuthe machte sich deshalb auf den Weg zu Stadtteilarchitekt Markus Ulmann. „Vor einer endgültigen Entscheidung wollten die Eigentümer wissen, welche Anforderungen auf sie zukommen“, erklärt die Wirtschaftsjuristin.

Das waren nicht viele Vorgaben. Nämlich genau zwei. Die Eigentümer müssen nachweisen, dass das Haus im Einzugsgebiet vor mehr als zehn Jahre das letzte Mal gestrichen wurde. Sie mussten bereit sein, selbst Geldmittel in die Hand zu nehmen, da das Programm nur einen Zuschuss bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten vorsieht. „Wir fördern bis zu 24 Euro pro Quadratmeter“, erklärt Architekt Ulmann.

24.000 Euro sind es am Ende

Die Eigentümergemeinschaft erhielt am Ende rund 24.000 Euro als Zuschuss, nachdem eine Versammlung die Maßnahme abgesegnet hatte. Dort wurde zudem eine Eigentümerumlage beschlossen, denn der Anstrich der gut 1000 Quadratmeter Fläche kostete mehr als das doppelte. Malermeister Marco Siegmund erledigte die Aufgabe seit Anfang Oktober.

Verhandlungen mit 50 Eigentümern

Das Verschönerungsprogramm wird langsam bekannter. Architekt Ulmann bearbeitet derzeit 10 Anträge. Mit etwa 50 weiteren Eigentümern ist er in Verhandlungen.

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