Jugendförderung

Bochum: „Kulturrucksack“ für Jugendliche ist prall gefüllt

Jette (11) und Lennox (12) nahmen im letzten Jahr bei einem DJ-Workshop im Rahmen des Kulturrucksacks NRW teil.

Jette (11) und Lennox (12) nahmen im letzten Jahr bei einem DJ-Workshop im Rahmen des Kulturrucksacks NRW teil.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Bochum.  Vom DJ-Kurs bis zum Klöppeln: Das Projekt „Kulturrucksack NRW“ ermöglicht Jugendlichen in Bochum einen kostenlosen Zugang zu kreativen Angeboten.

Vom zauberhaften Maskentheater über Malkurse, in denen man seine künstlerischen Seiten kennenlernen kann, bis zum mobilen Skateboard-Workshop: Im „Kulturrucksack NR“ laden jedes Jahr schöne Kreativ-Aktivitäten für Kinder und Jugendliche. Bochum ist seit 2012 Partnerkommune des landesweiten Kulturförderprogramms; die Anmeldung für diesen Sommer laufen.

Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten

Etablierte Kultur-Player und freie Gruppen können sich um eine Teilnahme an dem Projekt bewerben. Mehr kulturelle Farbe schon ins Leben der jüngsten Mitbürger/innen zu bringen, ist das erklärte Ziel des Programms. Speziell Kindern und Jugendlichen von zehn bis 14 Jahren soll so der Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten ermöglicht werden – um sie darüber für kulturelle Einrichtungen und Inhalte zu begeistern.

Der Rahmen der Aktivitäten ist weit gesteckt, Abwechslung wird groß geschrieben. Viele junge Menschen basteln täglich im kleinen Home-Studio oder am Handy Beats, schreiben Texte und singen ihre Lieblingssongs: In DJ-Seminaren kann man dafür professionelle Hilfe erhalten. Oder man kann werkeln: da wird das als altmodisch verschriene Spitzenklöppeln zu einer richtig coolen Sache. Und das sind nur zwei Beispiele.

Die Angebote sind kostenlos oder sehr preisgünstig

Die Angebote finden in Jugendzentren, an Theatern oder in Museen statt. Es können kurze Workshops oder längere Projekte sein, Ferienangebote oder besondere Ausflüge. Damit möglichst viele Jugendliche mitmachen können, ist die Teilnahme am „Kulturrucksack“ kostenlos oder preislich sehr günstig. Aktuell engagieren sich 231 Städte und Gemeinden im Förderprogramm, das auf eine Initiative der Landesregierung zurückgeht.

„Kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten. Voraussetzung allerdings ist, dass die Tür zu Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendliche so früh und so weit wie möglich geöffnet wird“, heißt es aus Düsseldorf.

Aktivierende Formate und Methoden werden angestrebt

Neben dem aktiven und/oder Unterhaltungswert spielt also auch der Bildungsaspekt eine wichtige Rolle. „Im Vordergrund stehen aktivierende Formate und Methoden, die Kinder und Jugendliche selbst kreativ werden lassen“, sagt Tobias Blöink vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt, der den „Rucksack“ für Bochum koordiniert. Das Angebot wird vor Ort gestemmt vom Jugendamt und den Einrichtungen der Jugendarbeit, dem Kulturbüro und dem Kommunalen Integrationszentrum.

Welche Angebote im „Kulturrucksack“ stecken, das hängt also in jedem Jahr von den Anbietern ab, die sich aktuell noch mit Projekten bewerben können.

Konzeptvorschläge jetzt einreichen

„Einen Konzeptvorschlag einreichen können alle, die den jungen Teilnehmenden einen kostenlosen oder stark kostenreduzierten Zugang zu einem Kulturprojekt ermöglichen möchten“, so Blöink. Denkbar und realisierbar sind einmalig stattfindende Angebote, regelmäßige Treffen oder mehrtägige Ferienprogramme.

Das komplette Programm soll dann im Frühjahr vorgestellt werden. Die Homepage www.kulturrucksack.nrw.de hält Neugierige auf dem Laufenden.

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