Spendenaktion

Bochum: Kranker UCI-Mitarbeiter ist auf dem Weg nach Hause

Mit diesen Fotos von Abderrahim Kharkhour auf einem Flugblatt ruft die Tuisa-Stiftung zu Spenden für den erkrankten UCI-Mitarbeiter in Bochum auf.

Mit diesen Fotos von Abderrahim Kharkhour auf einem Flugblatt ruft die Tuisa-Stiftung zu Spenden für den erkrankten UCI-Mitarbeiter in Bochum auf.

Foto: Tuisa-Stiftung

Bochum.  Der schwer erkrankte Mitarbeiter des UCI Bochum ist auf dem Weg nach Hause. Dank vieler Spenden wird der 61-Jährige am Abend in Essen erwartet.

  • UPDATE: Der erkrankte Mitarbeiter des Bochumer UCI-Kinos ist zurück aus Marokko. Am Mittwochabend landete ein Ambulanz-Jet in Köln. Abderrahim Kharkhour (Spitzname Ait) ist voller Dankbarkeit. Hier geht es direkt zum neueren Artikel.

Der lebensbedrohlich erkrankte Mitarbeiter des Bochumer UCI-Kinos wird noch am Mittwoch zurück in Deutschland erwartet. Am Abend soll der Privatjet in Köln landen. „Danach wird der Patient sofort zur Behandlung in die Universitätsklinik Essen gebracht“, teilte am Mittag die Tuisa-Stiftung mit Sitz in Gelsenkirchen mit.

Seit einem halben Jahr bangen Geschäftsführung und Mitarbeiter des Multiplex-Kinos im Ruhrpark um Abderrahim Kharkhour. Der 61-Jährige arbeitet seit der Eröffnung 1991 im UCI. Als Service-Teamleiter ist wegen seiner Freundlichkeit und Bescheidenheit bei Kollegen wie Besuchern gleichermaßen beliebt.

Spendenaktion in Bochum: Große Resonanz auf WAZ-Bericht

Umso größer ist die Sorge, nachdem „Ait“ (so wird er genannt) im Sommer 2019 im Heimaturlaub in Marokko erkrankte. Von einem schweren Leberleiden ist die Rede. In Agadir seien die Mediziner mit ihrer ärztlichen Kunst am Ende; Ait müsse schnellstens zurück nach Deutschland. Doch sein Gesundheitszustand lasse einen Linienflug nicht zu. Die Auslandskrankenversicherung verweigere die Kostenerstattung für einen medizinisch betreuten Ambulanzflug, heißt es im UCI – wohl deshalb, weil es eine Vorerkrankung gegeben hat.

Während das UCI seit Monaten für die laufenden Kosten wie Miete, Strom und Auto aufkommt, schalteten Freunde von Ait in der vergangenen Woche die Tuisa-Stiftung ein. Die macht es sich Aufgabe, Menschen in Notlagen zu helfen. Binnen weniger Tage kamen 17.500 Euro zusammen. Ein WAZ-Bericht, der Anfang dieser Woche erschien, habe „enorme Resonanz gehabt“, teilt Stiftungssprecherin Karima Elbokriui mit. „Die Telefone standen nicht still. Wir sind alle tief bewegt.“

Privatjet startete am Morgen nach Agadir

Bis Dienstagabend seien mehr als 38.000 Euro zusammenkommen. Damit konnte ein Anbieter von Privatflügen in Wuppertal kurzfristig beauftragt werden, Ait aus Marokko zurück nach Deutschland zu bringen.

Stiftungs-Vorsitzender Abdeslam El Ghoulbzouri machte sich am Mittwoch um 10.30 Uhr mit dem Privatjet-Team auf den Weg nach Agadir. Am Abend ist die Landung in Köln geplant. Gegen 22 Uhr soll Ait in der Essener Uni-Klinik eintreffen.

Stiftung bedankt sich bei Spendern

„In den nächsten Tagen werden wir wissen, wie es um den Patienten steht und welche Eingriffe erforderlich sind. Wir alle hoffen das Beste“, sagt Karima Elbokriui. Schon jetzt bedankt sich die Stiftung für die „überragende Anteilnahme und große Menschlichkeit, die sich hier gezeigt hat“.

Ein Dank, dem sich die Kollegen und viele Stammbesucher im UCI Bochum ganz sicher anschließen.

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