Erneute Unwetterwarnung

Bochum: Kommunaler Krisenstab tagt wegen der Unwettergefahr

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Die Stadt Bochum hat sich auf ein mögliches Unwetter vorbereitet (Symbolbild).

Die Stadt Bochum hat sich auf ein mögliches Unwetter vorbereitet (Symbolbild).

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bochum.  In Bochum wurde das kommunale Krisenmanagement aktiviert. Vor allem für Freitagnachmittag besteht eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes.

Nach den Unwetterwarnungen von Donnerstag besteht für das Stadtgebiet Bochum auch für Freitag (20.5.) eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes. Es müsse mit schweren Sturm oder Orkanböen und heftigen Niederschlägen gerechnet werden. Es könnten sogar einzelne Tornados auftreten, heißt es in der amtlichen Warnung. Bochums Feuerwehrchef Simon Heußen empfiehlt: „Verfolgen Sie die Wetterlage aufmerksam, insbesondere über die Nina-App oder die Warn-App des Deutschen Wetterdienstes. Richten Sie sich unbedingt nach den Handlungsempfehlungen, sollte es zu den angekündigten Unwettern kommen.“

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Verlässlich vorhersagen ließe sich der genaue Verlauf solcher Sommergewitter und die örtlichen Schwerpunkte leider nicht. Das kommunale Krisenmanagement der Stadt hat aber am Freitagvormittag getagt und sich vorbereitet. Derzeit (12 Uhr) werde davon ausgegangen, dass in der Zeit zwischen 15 und 16 Uhr die höchste Wahrscheinlichkeit für Unwetter im Bochumer Raum bestünden, sicher sei das aber nicht.

Es gibt generell folgende Handlungsempfehlungen:

  • Meiden Sie zum Schutz vor möglicherweise abbrechenden Ästen oder umstürzenden Bäumen Spielplätze, Parks, Wälder, Friedhöfe und andere Grünlagen wie Kleingärten bis einschließlich Sonntag (22. Mai).
  • Bleiben Sie nach Möglichkeit Zuhause. Versuchen Sie, Verabredungen oder Termine zu verschieben und, falls es möglich ist, Home-Office-Regelungen in Anspruch zu nehmen.
  • Schließen Sie Fenster und Türen. Fahrzeuge sollten nach Möglichkeit nicht unter Bäumen geparkt werden. Sichern Sie bewegliche Gegenstände im Außenbereich gegen Sturmböen, beispielsweise Fahrräder, Gartenmöbel oder Mülltonnen. Nehmen Sie während des Unwetters keine Sicherungsarbeiten im Freien vor.
  • Vorsicht beim Betreten von Wäldern und Grünanlagen: Auch nach einem Sturm besteht dort die Gefahr, von herabstürzenden losen Ästen oder umgeknickten Bäumen verletzt zu werden. Befolgen Sie die Anweisungen der Stadt Bochum und informieren Sie sich, ob ein Betreten sicher ist.
  • Bei einem eingetretenen Schadensereignis rufen Sie über den Notruf 112 die Feuerwehr. Die Feuerwehr und der Technische Betrieb der Stadt sind gut vorbereitet, um sowohl an den angekündigten Unwettertagen als auch in den Tagen danach Sturmschäden begutachten und beseitigen zu können.

Schulen können Unterricht vorher beenden

Nachdem sowohl die Bezirksregierung Arnsberg, die für die weiterführenden Schulen zuständig ist, als auch die Stadt den insgesamt 80 Bochumer Schulen freigestellt haben, den Unterricht je nach Wetter früher zu beenden, liegt die Entscheidung bei den Schulleitungen. Dort, wo ohnehin der Unterricht früh zu Ende ist, wird kein Handlungsbedarf gesehen. Die Gymnasien NGB, Schiller und Graf-Engelbert-Schule wollten den Unterricht zunächst nach Plan stattfinden lassen.

Einige Schulen, wie etwa die Heinrich-Böll-Gesamtschule, lassen allerdings den Nachmittagsunterricht ausfallen. Die Wattenscheider Maria Sibylla Merian-Gesamtschule will den Unterricht wie geplant durchführen, Schulleiter Ulrich Sauter: „Sollte es tatsächlich ein heftiges Unwetter geben, können die Schülerinnen und Schüler natürlich hier im Schulgebäude in Sicherheit bleiben.“

Prüfungen finden wie geplant statt

Genau dies hatte auch die Bezirksregierung angekündigt. Die für Freitag (20.5.) angesetzten Prüfungen, etwa schriftliche Nachschreibprüfungen im Abitur und Prüfungen in Berufskollegs, finden wie geplant statt. Mündliche Prüfungen können in Absprache mit der oberen Schulaufsicht im Einzelfall verschoben werden, sofern dies durch ein regionales Unwetter geboten ist, so die Bezirksregierung in ihrer Mitteilung.

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