Kirchenchor

Bochum: Kirchenchor Liebfrauen singt zum 130. Geburtstag

Der Kirchenchor Liebfrauen begeisterte beim Konzert sein Publikum in der gleichnamigen Kirche anlässlich seines 130. Geburtstags.

Der Kirchenchor Liebfrauen begeisterte beim Konzert sein Publikum in der gleichnamigen Kirche anlässlich seines 130. Geburtstags.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Altenbochum.  Der Kirchenchor Liebfrauen in Altenbochum startet mit dem „Konzert zum Weihnachtsausklang“ ins Jubiläumsjahr. Es ist der musikalische Höhepunkt.

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Wie feiert man sein 130-jähriges Bestehen? Für den Kirchenchor Liebfrauen in Altenbochum war das klar: Mit dem 30. „Konzert zum Weihnachtsausklang“ in der Liebfrauenkirche. Dort legten die 33 Sängerinnen und Sänger unter Chorleiter Johannes Keller zum Motto „Gloria in excelsis Deo“ („Ehre seit Gott in der Höhe“) nun einen tollen Start ins Jubiläumsjahr hin.

Unterstützung erhielten sie dabei vom gemeindlichen Kammerchor, den Gesangssolistinnen Marlies Buchmann (Sopran) und Ursula Kirchhoff (Alt) sowie einem 19-köpfigen Instrumentalensemble. Auch die rund 250 Zuhörer gingen gut mit. Aufmerksam hörten sie 75 Minuten lang dem niveauvollen Vortrag sakraler Werke aus der Barockzeit bis heute - zumeist in lateinischer Sprache - zu. Der insgesamt 45-köpfige Chor und die Solistinnen traten dabei im Wechsel an.

Die Zuhörer geraten ins Schwärmen

Das Orchester spielte den Sängerinnen und Sängern immer wieder gelungen zu. Am Ende gab das Publikum in der Liebfrauenkirche minutenlang Beifall und erhielten eine Zugabe. Ins Schwärmen gerät Zuhörer Horst Bethge. „Das war einmalig. Ganz tolle Leistung der Sängerinnen und Sänger“, erklärt er: „Zum ersten Mal habe ich hier heute Abend das ,Gloria’ von Antonio Vivaldi im Original und in dieser fast vollständigen Länge gehört. Und das in toller Qualität.“ In der Tat: Chor- und Konzertleiter Johannes Keller und die Chöre widmeten der Messe zum Abschluss des Konzerts knapp die Hälfte des gesamten Konzerts.

Klassisches Musikangebot schaffen

Keller, der das „Konzert zum Weihnachtsausklang“ 1991 mit auf den Weg brachte, war ebenfalls zufrieden. „Es ist schön, dass die Bürger hier im Stadtteil unser jährliches Konzert in Folge so gut annehmen“, freut er sich. Die Idee dafür entstand beim 100. Chorjubiläum. Keller: „Unser Ziel war, ein klassisches Musikangebot zu schaffen, das über das normale Niveau einer gemeindlichen Chorgemeinschaft hinausgeht. Das ist uns gelungen.“

Und warum singt man da mit? „Weil mich das Singen jung hält“, sagt Chorsängerin Erika und lacht. Sie ist seit 32 Jahren dabei. Mit 80 Jahren ist die Sängerin im Alt die Chorälteste. „Weil es mir das viel Spaß macht und der Zusammenhalt so gut ist“, antwortet Chorvorsitzende Regina Holtmann. „Ich fahre stets gut gelaunt danach nach Hause“, so die Langendreerin weiter.

Für das Jubiläumsjahr wünscht sich die Vorsitzende zudem neue Mitsängerinnen und -sänger. Nicht zuletzt deshalb, damit die lange Chortradition auch in die Zukunft festgeschrieben wird.

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