Wirtschaft

Bochum: Investor verkauft Thyssenkrupp-Hochhaus an Fonds

Nach nur eineinhalb Jahren hat das Thyssenkrupp-Hochhaus bereits wieder einen neuen Eigentümer.

Nach nur eineinhalb Jahren hat das Thyssenkrupp-Hochhaus bereits wieder einen neuen Eigentümer.

Foto: Tobias Schultheiß / BBRE

Bochum.  Ein neuen Eigentümer hat das Thyssenkrupp-Hochhaus in Bochum. Der Verkäufer will nun die Fläche neben dem traditionsreichen Gebäude vermarkten.

Das Thyssenkrupp-Hochhaus an der Ecke Alleestraße/Kohlenstraße hat einen neuen Besitzer. Seit Ende Januar gehört es einem Spezialfonds, schon im November 2019 ist der Verkauf über die Bühne gegangen.

Zuvor hatte die Verkäuferin, eine aus der Mercer Street Capital (Frankfurt) und der BBRE (Bochum) bestehende Investorengruppe das erst im September 2018 erworbene Objekt aufwändig sanieren lassen. „Fassade, Fenster und Heizung, das waren die Schwerpunkte“, so Tobias Schultheiß von der Bochumer Blackbird Real Estate (BBRE). „Wir haben das Gebäude fit gemacht für die nächsten 20 bis 25 Jahre.“ Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bundesbehörde ist der Mieter

Zwischenzeitlich war der Gruppe einer großer Vermietungserfolg geglückt. Sie hatte sich mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf einen Mietvertrag über zehn Jahre geeinigt. Genutzt wird das Gebäude vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bima).

Nach dem Verkauf des markanten und geschichtsträchtigen, 13-stöckigen Bürogebäudes aus den 1960er Jahren setzen Mercer Street Capital und BBRE nun darauf, die restliche zur Verfügung stehende Fläche im Umfeld des Gebäudes entwickeln bzw. verkaufen zu können. Ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück ist weiterhin in ihrem Besitz. Und sie sind zuversichtlich, „bei einem Büroleerstand von unter 2,5 Prozent in Bochum und einem entsprechenden Mangel an größeren zusammenhängenden Flächen“, so Schultheiß, das Areal erfolgreich vermarkten zu können. Der Bebauungsplan sehe dort eine Gewerbenutzung dort vor.

Campus-ähnliches Projekt

„Das Ziel ist es, mit einem Campus-ähnlichen Gelände und Gebäuden unterhalb der Hochhausrichtlinien die Bochumer Alleestraße weiter aufzuwerten“, so der BBRE-Geschäftsführer. „Am liebsten wäre uns eine Büronutzung.“ Letztlich hänge die Umsetzung aber von den Wünschen des Käufers ab. Es liefen bereits Gespräche mit Interessenten. Auf dem Areal können Gebäude mit einer Gesamtfläche bis zu 30.000 Quadratmeter gebaut werden. Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Bochum

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