Gastronomie

Bochum: Gaumenfreunde jagen kulinarische Leckerbissen

Café-Inhaberin vom Cafe „Omi backt, Katharina Hallepape, links, begrüßt die Teilnehmer der kulinarischen Schnitzeljagd Michael Guth und Gabriela Guth.

Café-Inhaberin vom Cafe „Omi backt, Katharina Hallepape, links, begrüßt die Teilnehmer der kulinarischen Schnitzeljagd Michael Guth und Gabriela Guth.

Foto: Alexa Kuszlik / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die „Kulinarische Schnitzeljagd“ führt an Cafés, Feinkostläden und Restaurants vorbei durch ganz Bochum. Viele sind dabei mit dem Rad unterwegs.

Es fühlt sich fast ein bisschen wie bei früheren Kindergeburtstagen mit Schatzkarte und Belohnungen in Form von Gummitieren und JoJos an: Nur, dass die Schatzkarte ein Radfahrplan ist und die Belohnungen für die zurückgelegte Strecke stets gastronomischer Art sind. „Kulinarische Schnitzeljagd“ heißt das Ganze schließlich auch und führt an 12 Stationen durch ganz Bochum.

Gastronomische Betriebe nehmen teil

Cafés, Restaurants, Feinkostläden - sie alle locken am Samstag mit kleinen Häppchen. Anne Heidermann und Christian Baumeister sind gerade mit dem Rad an ihrer ersten Station angekommen: Beim Café „Omi backt“ in Ehrenfeld. „Wir wollen alle Stationen schaffen und uns an die vorgeschlagene 40 Kilometer Route halten“, sagen sie. Bochumer sind die beiden gar nicht, kennen daher noch keine der Stationen von früheren Besuchen. „Bei uns in Reken gibt‘s sowas nicht, wir bleiben auch extra über Nacht im Hotel“, sagt Baumeister.

Neue Lokale kennenlernen

Da kommt gerade Geschäftsführerin Katharina Hallepape und kredenzt den beiden den ersten Leckerbissen: Schoko-Kirsch-Brownie und Apfel-Knusper-Kuchen. „Beides vegan“, sagt sie. Man rechne mit etwa 100 Besuchern – und damit mit deutlich weniger Teilnehmern als im Juni, als die kulinarische Schnitzeljagd zum ersten Mal in Bochum stattfand und rund 300 Jäger unterwegs waren. Gabriela und Michael Guth langen beim selbstgemachten Kuchen ebenfalls zu und sagen: „Es ist schön, wenn man so neue Restaurants kennenlernt.“

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Das Café kannten die beiden zwar bereits, trotzdem gibt es Neues zu erfahren: „Viele wissen gar nicht, dass bei uns – wie der Name es sagt – wirklich Omis backen“, erzählt Hallepape. Ein Team aus fünf Rentnerinnen verwirkliche sich abwechselnd in der Backstube – nicht mit aufwändigen Torten, sondern mit klassischen Rezepten, die teilweise in vegane oder glutenfreie Varianten abgewandelt würden.

Chance, sich zu präsentieren

Während die Guths den Kuchen schlemmen, überlegen sie, wohin es als nächstes gehen soll. „Wir haben uns keine Route überlegt und schauen spontan, was wir als nächstes ansteuern“, sagen sie. Die Auswahl jedenfalls ist groß: Neben Restaurants wie „Haus Oveney“ oder „Mt. Himalaya Kitchen“ sind auch Café „Barbera Caffe“, Eisdiele „Kuhbar“ und Vinothek „Vinaglobo“ dabei. „Uns geht es aber gar nicht darum, überall hinzufahren und die 30 Euro für das Ticket wieder rauszuholen, es soll einfach Spaß machen. Wetterbedingt fahren wir mit dem Auto“, sagt Gabriela Guth. Das haben auch Juliane Borg und Farina Hübner so entschieden, die in „Hartmann’s Wirtshaus“ starten. Dort lassen sie sich gerade eine Fleischkrokette, ein Wirtshaussandwich und einen Spieß mit Kräutersaitlingen schmecken.

Kunden zufrieden

„Lecker“, befinden die beiden Freundinnen. Das natürlich zur Freude von Chef Thomas Lango, der die Schnitzeljagd nutzen will, um sein Konzept zu präsentieren. „Die Auswahl an Häppchen spiegelt uns gut wider, wir wollen künftig noch mehr in die Richtung moderne, innovative und Fusion-Küche gehen“, sagt der Geschäftsinhaber, der im Januar an der Wasserstraße eröffnet hat. So kommt das Sandwich mit Pulled Beef und Meerrettich daher, die Krokette stammt vom Kikok-Hähnchen und die Pilze sind in Miso-Butter gebraten.

Vegetarische Alternativen Lotte Reinerts, Nina Baumgarten, Sebastian George und Nils Linnhof kommen mit ihren Rädern gerade aus Wiemelhausen. „Wir waren bei der „Der Franzose“ und haben schon Federnweißer und Crossinis intus“, sagt Linnhof. Alle Stationen abzuklappern, sei aber fast nicht zu schaffen. „Es ist aber leerer als bei unserer letzten Tour, vielleicht wegen der Coronakrise“, sagen die Freunde. Die Maskenpflicht und die Bitte, sich vor der Tour bei den Restaurants anzumelden, stört die Vier aber nicht.

Auch mit Rad unterwegs

Trotz Regen ist auch Petra Hadering mit dem Rad unterwegs. „Ich bin zum dritten Mal dabei und habe das auch schon in Düsseldorf gemacht“, sagt sie, während sie an der Wiemelhauser „Speisekammer“ ihre Beute ausgehändigt bekommt: Ein Weckglas mit Spätzle, Schweinebraten und Rotkohl. Stets steht auch eine vegetarische Alternative parat. Trotz „Schnitzeljagd“ – paniertes Fleisch muss es also gar nicht immer sein.

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