Coronavirus

Bochum: Ferienkinder müssen im Hallenbad weiterhin zahlen

Verhalten war der Start der Freibadsaison in Bochum, hier Katja Leugner und Tochter Franzi (7) im Nordwestbad.

Verhalten war der Start der Freibadsaison in Bochum, hier Katja Leugner und Tochter Franzi (7) im Nordwestbad.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Ferienkinder in Bochum müssen trotz des schlechten Wetters weiter Eintritt in den Hallenbädern zahlen. Grund sind die Corona-Beschränkungen.

Trotz des anhaltend schlechten Wetters haben die Ferienkinder in Bochum weiterhin nur in den Freibädern freien Eintritt. Das teilen die Wasserwelten Bochum als Badbetreiber auf WAZ-Anfrage mit. Grund: die strengeren Corona-Beschränkungen für die Hallenbäder.

Ausgerechnet seit Ferienbeginn ist der Sommer auf dem Rückzug. Ab ins Freibad? Das fällt bei kühlen Temperaturen und Regen meist ins Wasser. Die Aussichten: weiter trübe. Dabei können Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre in Bochum trotz Corona open air schwimmen und planschen. Der Ferienpass macht’s möglich. In den Freibädern Hofstede, Linden, Langendreer und Wattenscheid muss dafür neben der Anmeldung per E-Ticket auf www.wasserwelten-bochum.de nur der Schüler- oder Personalausweis an der Kasse vorgezeigt werden.

Hallenbäder: Bei 40 Besuchern ist Schluss

„Warum funktioniert das nicht nur auch in den Hallenbädern?“, fragt Beate Bellinghaus. Ihr Sohn Max (11) geht mit Freunden gern ins Nordwestbad in Hofstede. Zwei Euro für zwei Stunden kostet der Badespaß im Hallenbad, das statt des Freibades bei schlechtem Wetter geöffnet ist. „Warum diese Ungleichbehandlung?“, fragt sich die Mutter.

„Weil wir wegen der Corona-Schutzverordnung die Besucherzahlen massiv beschränken müssen“, antwortet Wasserwelten-Sprecher Kai Krischnak. In den Freibädern sind bis zu 400, in Wattenscheid 500 Besucher zugelassen. Da bleibt ausreichend Platz für die Ferienkinder. Anders als in den Hallenbädern Hofstede, Langendreer und Linden. Hier dürfen nur maximal 40 Badegäste gleichzeitig schwimmen. Freier Eintritt für Ferienkinder könnte bedeuten, dass viele andere Besucher keinen Einlass finden. „Wir wollen trotz der Beschränkungen allen Gästen, unabhängig vom Alter, grundsätzlich einen Zugang zu den Bädern ermöglichen“, betont Krischnak.

Saisonstart mit mäßiger Resonanz

Dabei ist die Resonanz auf die Bäder-Öffnung bisher verhalten. Seit dem Saisonstart vor einem Monat verzeichneten die Freibäder 8782 Besucher. Zum Vergleich: Im Juni 2019 tummelten sich mehr als 76.000 Menschen auf den Wiesen und in den Becken. Ein ähnliches Bild bietet sich in den Hallenbädern mit bislang 928 Badegästen. Im Juni vergangenen Jahres waren es knapp 8800.

Keine Probleme melden die Wasserwelten mit den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wie Maskenpflicht am Eingang oder Mindestabstand in den Umkleiden und Duschen: „Sie können problemlos umgesetzt werden. Es gab keine Zwischenfälle“, berichtet Kai Krischnak.

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