CSD Bochum

Bochum feiert am Samstag den ersten Christopher Street Day

Der 50. Jahrestag des Christopher Street Day (hier in Köln) wird am Samstag auch in Bochum gefeiert.

Der 50. Jahrestag des Christopher Street Day (hier in Köln) wird am Samstag auch in Bochum gefeiert.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Bochum.  Auf dem Husemannplatz wird am Samstag der erste Christopher Street Day in Bochum gefeiert. 500 Teilnehmer werden in der Innenstadt erwartet.

Bochum feiert seinen ersten Christopher Street Day (CSD). Dazu laden mehrere Initiativen und Vereine am Samstag (20.) ein: „als Feier und Demonstration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Inter-Personen, Asexuellen und anderen Queers“, wie es in einem Aufruf heißt. 500 Teilnehmer wurden bei der Polizei angemeldet. Bei vorhergesagten sommerlichen Temperaturen könnte diese Marke aber übertroffen werden.

Start um 17 Uhr auf dem Husemannplatz

Start ist um 17 Uhr auf dem Husemannplatz. Ursprünglich hatten die Organisatoren aus den Reihen u.a. der Rosa Strippe, der Aids-Hilfe und des Sozialen Zentrums das Fest im Appolonia-Pfaus-Park am Bildungs- und Verwaltungszentrum geplant. Das Grünflächenamt sagte jedoch nein. Der Park sei zu klein; die Grünanlagen könnten beschädigt werden, heißt es im Rathaus.

Aus dem Parkfest werde nun ein Stadtfest, so die Veranstalter. „Sonst bleibt aber alles wie geplant.“ Auf dem Husemannplatz gibt es Info-Stände, Auftritte der Drag-Queens Charitea, Alice Dee und Samantha Bellevue sowie Live-Musik mit der Bochumer Band „Die Freedes“ und der Singer/Songwriterin Franzi Rockzz aus Wuppertal.

Erinnerung an den Stonewall-Aufstand 1969

In den Redebeiträgen wird an den Ursprung des Christopher Street Days vor 50 Jahren in New York erinnert. Damals wehrten sich Besucher der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street gegen eine der damals üblichen Razzien gegen Homosexuelle. Es kam zu tagelangen Straßenschlachten. Der Christopher Street Day erinnert seither weltweit an den Aufstand und wendet sich gegen jedwede Diskriminierung und Ausgrenzung.

„Zudem wollen wir der Abschaffung des unsäglichen Paragrafen 175 vor 25 Jahren gedenken, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte“, so Jojo Klick aus dem Organisationsteam. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Flüchtlingspolitik. Deshalb sind auch Initiativen wie die „Seebrücke“ beim CSD vertreten.

„Tanzdemo“ führt zum Schauspielhaus

Um 20 Uhr soll sich am Appolonia-Pfaus-Park eine „Tanzdemo“ in Bewegung setzen. Sie zieht mit DJ-Musik durch die Innenstadt bis zum Schauspielhaus. Anschließend steigen drei CSD-Aftershow-Partys: im „Schumacher“, im „Three Monkeyz“ und in der Rotunde. Alle Infos auf https://csdbochum.wordpress.de

Grüne laden zum „Regenbogenempfang“ ein

Bevor die Kundgebung startet, laden die Grünen zu einem „Regenbogenempfang“ ein. Beginn ist um 14 Uhr im Eiscafé „Kugelpudel“ an der Dorstener Straße 1. „Wir freuen uns, dass die queere Bewegung in Bochum einen solchen Protest auf die Beine stellt und wollen uns solidarisch zeigen“, sagt Thea Jacobs, Sprecherin der Bochumer Grünen. Erwartet werden u.a. der Landesvorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, und Bürgermeisterin Astrid Platzmann-Scholten.

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