Bauruine

Bochum: Ewige Bauruine in Hofstede wird zum Aufreger

Für die Fußgänger an der Hordeler Straßen in Bochum-Hofstede ist die ewige Bauruine zum Daueraufreger geworden.

Für die Fußgänger an der Hordeler Straßen in Bochum-Hofstede ist die ewige Bauruine zum Daueraufreger geworden.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum-Hofstede.  Dornröschen-Ruine sorgt für Unmut in Bochum-Hofstede – und das schon seit vielen Jahren. Die SPD-Fraktion fordert nun Antworten von der Stadt.

Brombeergestrüpp umschlingt die grün angelaufenen Mauerreste und klettert schon unter dem Bauzaun hindurch auf den Fußweg: Der Anblick der ewigen Bauruine an der Hordeler Straße ist vielen Hofstedern ein Dorn im Auge. Mit einer Anfrage will die SPD-Fraktion der Verwaltung nun Druck machen in Sachen Dornröschen-Ruine.

„Wir hatten vor drei Jahren schon einmal eine Anfrage gestellt“, sagt Bezirksvertreterin Christiane Laschinski (SPD), „es hat sich an der Situation nichts getan oder verbessert“.

„Passiert ist seit drei Jahren: nichts“

Im Januar 2017 war dem Eigentümer des Grundstücks eine Baugenehmigung für ein Drei-Familienhaus und ein Doppelhaus erteilt worden. „Passiert ist seit drei Jahren: nichts“, sagt Laschinski. Die Stadt erklärte damals auf Anfrage der SPD , der Eigentümer habe nun drei Jahre lang Zeit, um auf der Baustelle tätig zu werden.

„Die drei Jahre sind jetzt vorbei – das ist der Anlass für unsere neue Anfrage“, sagt Laschinski, die in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte die Lage auf und am Grundstück Hordeler Straße 72 erneut thematisiert hat.

Für Fußgänger sei das verfallene Grundstück zum Daueraufreger geworden. „Die Anwohner beschweren sich über den Anblick der Bauruine sowie den beengten Fußweg an der Baustelle“, berichtet die Bezirksvertreterin. „Schon seitdem ich 2014 in die Bezirksvertretung gewählt worden bin, beschäftige ich mich mit dem Thema“.

Damals sei mit der Stadt vereinbart worden, dass diese sich mit dem Straßenverkehrsamt in Verbindung setzt, damit der Gehweg für Fußgänger verbreitert werden kann. In ihrer aktuellen Anfrage will die SPD-Fraktion daher unter anderem wissen, ob die Beschwerde über die Bauzäune auf dem Fußweg jemals an die Straßenverkehrsbehörde weitergegeben wurde – wie 2017 zugesichert worden war.

Hofstede braucht neuen Wohnraum

Die SPD stellt zudem die Frage ob ein Eigentümerwechsel stattgefunden habe oder die im Jahr 2017 erteilte Baugenehmigung nun erloschen sei.

Bezirksvertreterin Christiane Laschinski spaziert selbst immer wieder mit ihrem Hund an der Bauruine vorbei. „Mich stört der Anblick insgesamt. Außerdem brauchen wir natürlich dringend neuen Wohnraum“, sagt Laschinski, „denn so viel Wohnraum haben wir in Hofstede nicht“. In den vergangenen Jahren sei in dem Ortsteil zwar Gewerbe, jedoch kein neuer Wohnraum entstanden.

Laschinski hofft auf eine Antwort der Stadt bis zur nächsten Sitzung im März. Bis dahin holt sich die Natur weiter das Dornröschen-Grundstück an der Hordeler Straße zurück.

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