Autobahnkirche

Bochum: Epiphanias-Kirche feiert 90-jähriges Bestehen

Die Epiphanias-Kirche in Bochum-Hamme wird am Wochenende 90 Jahre alt. Hier der Blick von der Empore.

Die Epiphanias-Kirche in Bochum-Hamme wird am Wochenende 90 Jahre alt. Hier der Blick von der Empore.

Bochum-Hamme.  Die Gemeinde in Bochum-Hamme feiert am Wochenende das Jubiläum. Kinder bauen die Autobahnkirche, ein Bauhaus-Werk, mit Legosteinen nach.

Die Epiphanias-Kirche, Dorstener Straße 263, feiert am Sonntag, 2. Februar, ihren 90. Geburtstag; gleichzeitig ist sie seit zehn Jahren Autobahnkirche. Die Jubiläumsfeier beginnt tags zuvor mit einer Lego-Aktion „Kirche bauen in der Bauhaus-Kirche“. Kinder ab dem Grundschulalter können Tausende von Lego-Steinen verwenden, um ihre Vorstellung einer Kirche zu verwirklichen. Los geht’s um 14.30 Uhr auf der Empore. Die Gemeinde bittet um Anmeldungen an pastoralreferentin@selk-bochum.de.

Die Kunstwerke werden dann bei der Feier am Sonntag ausgestellt. Das Festprogramm beginnt um 10 Uhr mit der A-cappella-Gruppe „Wireless“. Dann werden die Lego-Bauwerke vorgestellt, es folgen Kurzgeschichten der Gemeinde und der Kirche. Der Tag mit Festvorträgen und gemütlicher Kaffeerunde klingt gegen 16 Uhr aus.

Um das Mittagessen und das Kaffeetrinken planen zu können, wird auch hier um Anmeldungen gebeten: Tel. 0234/ 573 76, epiphanias.bochum@selk.de .

Die Gemeinde gründete sich im Dezember 1928 nach dem sogenannten Hammer Kirchenstreit und nannte sich Erlösergemeinde als Teil der evangelisch-lutherischen Kirche in Preußen; die Landeskirche gab’s damals noch nicht. Dann ging alles ganz schnell: Mit dem Architekten Wilhelm Tiefenbach aus Castrop-Rauxel erfolgte im Mai 1929 der erste Spatenstich für das Bauhaus-Werk, die Kirchweih war bereits neun Monate später. 1950, nach Beseitigung der Kriegsschäden, benannte sich die Gemeinde und ihre Kirche um in Epiphanias. Seit Mai 2005 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Seit 1972 gehört die Gemeinde – nach dem Zusammenschluss mehrerer lutherischer Freikirchen – zur neu entstandenen Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Die Gemeinde finanziert sich nicht aus Kirchensteuern, sondern aus freiwilligen Beiträgen und Spenden der Gemeindeglieder.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde die Kirche als Autobahnkirche feierlich eröffnet.

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