Karneval

Bochum: Das müssen Sie zum Rosenmontagszug in Linden wissen

Einmal quer durch Bochum-Linden zieht der „Lindwurm“ wieder am Rosenmontag, 24. Februar.

Einmal quer durch Bochum-Linden zieht der „Lindwurm“ wieder am Rosenmontag, 24. Februar.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bochum-Linden.  Wenn am 24. Februar der „Lindwurm“ durch Linden zieht, sind Tausende Besucher dabei. Die Baustelle am Kesterkamp sorgte kurzzeitig für Wirbel.

Nur noch wenige Tage, dann ist die Hattinger Straße wieder fest in Narren-Hand. Tausende Karnevalisten werden an Rosenmontag am 24. Februar erwartet, um einen hoffentlich fröhlichen und ausgelassenen Umzug mitten durch Bochum-Linden zu feiern. Der Startschuss fällt pünktlich um 14.11 Uhr, rund 30 Gruppen und Vereine haben sich angemeldet, damit der „Lindwurm“ wieder ein ganz großer Spaß wird. Motto diesmal: „Die wilden 20er – Helau!“

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, berichtet Simona Koyro von der Werbegemeinschaft „Linden bewegt“, die erneut die Federführung des Rosenmontagszugs übernommen hat. Einen gehörigen Schreck bekam das Organisationsteam jedoch, als die Stadt vor wenigen Tagen den Kesterkamp mitten in Linden halbseitig sperrte, um hier nach nicht richtig verfüllten Kohleflözen zu fahnden.

Baustelle am Kesterkamp bringt Karnevalisten durcheinander

Bis voraussichtlich Ende April ist der Kesterkamp nur von der Dr.-C.-Otto-Straße in Richtung Hattinger Straße befahrbar – und dies kurz vor Rosenmontag: „Das ist während des Umzugs unsere Hauptumleitung für den Verkehr und die Busse“, sagt Koyro. „Als wir davon gehört haben, sind wir fast in den Ohnmacht gefallen.“

Doch die Stadt habe sich überaus kooperativ gezeigt, erzählt Koyro. „Für den Umzug wird die Baustelle zurückgebaut, damit die Straße während dieser Zeit in beiden Richtungen befahrbar ist“, sagt sie. Erst danach werde am Kesterkamp wieder nach Bergschäden gebuddelt.

72 Wassertanks sichern die Strecke

Erneut ist die Sicherheit ein ganz großes Thema beim Rosenmontagsumzug: Damit während der Straßenparty kein unbefugter Wagen die Absperrungen durchbrechen kann, wird die Strecke von 72 riesigen Wassertanks (sogenannte Indutainer) gesichert. Angeschafft wurden sie vor einigen Jahren von der Stadt, sodass sie anders als in früheren Jahren von der Werbegemeinschaft nicht mehr teuer angemietet werden müssen. Auch sorgt die Stadt für den Transport: „Das entlastet uns sehr“, sagt Organisator Frank Pätzold.

Am Morgen des Rosenmontags werden sämtliche Indutainer von der Freiwilligen Feuerwehr mit Wasser befüllt und nach dem Umzug wieder geleert: Rund 1000 Liter passen in jeden Tank. „Den Helfern gebührt dafür unser großer Dank“, sagt Simona Koyro. Wichtige Zufahrten wie etwa am Röderschacht und an der Dr.-C.-Otto-Straße werden mit mobilen Schranken gesichert.

Party auf dem Markplatz soll nächstes Jahr zurückkehren

Anders als in früheren Jahren, in denen die Musik während des Umzugs mehrheitlich aus Lautsprechern schallte, achten die Organisatoren erneut auf eine ausgewogene Mischung aus handgemachter Musik und Party-Gedröhne. „Wir haben allein drei Fanfarenzüge dabei, die alle live spielen“, betont Simona Koyro. DJ Frank Bartram begrüßt die Teilnehmer auf einer Bühne vor der Liebfrauenkirche.

Auf die Schlagerparty auf dem Wilhelm-Hopmann-Platz wird erneut verzichtet: Dort kam es in den Vorjahren bisweilen zu unschönen Szenen mit angetrunkenen Jecken. Doch der Marktplatz könnte bald wieder ins Geschehen integriert werden, hofft Simona Koyro: „Wir arbeiten gerade an einem neuen Konzept, um den Platz künftig wieder mit ‘reinzuholen – möglichst für die ganze Familie.“ Vielleicht schon in nächsten Jahr könnte auch hier wieder eine Party steigen.

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