Freibad Werne

Bochum: Abbruch der Freibadgebäude in Werne startet

Das Freibad in Bochum-Werne von oben. Dort starten jetzt Abbruch und Abriss des Eingangsgebäude (oben links), des Umkleidetraktes (oben) und des Techniksgebäudes (links, in L-Form).

Das Freibad in Bochum-Werne von oben. Dort starten jetzt Abbruch und Abriss des Eingangsgebäude (oben links), des Umkleidetraktes (oben) und des Techniksgebäudes (links, in L-Form).

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bochum-Werne.  Es geht los: Die Gebäude des Freibades in Bochum-Werne werden jetzt abgerissen. Früher als geplant, denn es musste einmal mehr umgeplant werden.

Nach vielen Diskussionen um die Sanierung des Freibades in Bochum-Werne geht es nun los: der Abbruch startet! Als erstes werden die Gebäude abgerissen. Die Arbeiten beginnen zunächst im Innenbereich. Der Abbruch erfolgt früher als geplant. Der Freibad-Betreiber, die Wasserwelten Bochum GmbH, mussten umplanen. Einmal mehr.

Neuer Plan: Wasserwelten Bochum übernehmen den Abriss der Freibadgebäude selbst

Am Montag, 17. Februar, werden die Bauarbeiter den Gebäuden zu Leibe rücken. Im Fokus stehen das große, alte Eingangsgebäude (Baujahr 1930), das unterhalb gelegene Technikgebäude und der nördlich gelegene Umkleidetrakt. Zunächst wird im Innenbereich entkernt und der Schutt dann entsorgt, im Anschluss erfolgen die Abrissarbeiten.

Die Wasserwelten wollen die Anwohner in den kommenden Wochen speziell informieren und bitten bereits im Vorfeld um Verständnis für die erforderlichen Arbeiten. Parallel bereitet die Stadt-Tochter die Ausschreibung für den Neubau des Freibads vor. Am Zeitplan soll sich nichts ändern: Es sei weiterhin geplant, das dann rundum modernisierte Bad im Sommer 2021 zu eröffnen.

Dass die Wasserwelten den Abbruch selbst übernehmen, überrascht. Das sei so auch nicht geplant gewesen, gesteht Sprecher Kai Krischnak. Ursprünglich war vorgesehen, Abriss, Neubau und Sanierung des Freibades in die Hand einer Firma, einem „Totalunternehmer“, zu legen.

Nach Vergabe des Auftrages sollten Abriss sowie Neu- und Umbau in einem Rutsch erfolgen. Um, so hatte Wasserwelten-Chef Berthold Schmitt erklärt, die Zeit der Baustelle möglichst kurz zu halten und auch in der Zwischenzeit keine ruhende Baustelle sichern zu müssen.

„Organisatorische Gründe“ haben laut Kai Krischnak nun dazu geführt, dass umgeplant werden musste. „Wir haben Hinweise bekommen, dass ein Totalunternehmer keine Abrissarbeiten übernehmen würde. Um keine weitere Zeit zu verlieren, haben wir uns dann dazu entscheiden, Abbruch und Abriss selbst zu veranlassen.“

Abriss soll im Sommer beendet sein

Der Abriss werde im März/April starten, im Juni/Juli wollen die Wasserwelten damit durch sein. Am Kostenrahmen soll sich laut Krischnak nichts ändern. Nach wie vor seien für die Freibad-Sanierung 6,7 Millionen Euro veranschlagt.

Es waren schon mal deutlich mehr. Anfangs wollten die Wasserwelten knapp 12 Millionen Euro in die Sanierung des Freibades investieren, doch weil im Juli 2019 plötzlich die sicher geglaubten Fördermittel vom Land – immerhin fast 3 Millionen Euro – ausblieben, mussten die Pläne deutlich abgespeckt werden.

Das Eingangsgebäude wird nun deutlich kleiner und flacher und erhält auch weder Quartiersraum noch Fitnessbereich. Auch die geplante Tiefgarage wird nicht gebaut. Die übrige Planung bleibt im Wesentlichen, was unter anderem zu einer deutlichen Reduzierung der Wasserfläche (von 3350 auf 1900 Quadratmeter) führt.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, wie Berthold Schmitt betont. Das 75-Meter-Becken ist künftig nur noch 50 Meter lang (mit sieben Bahnen), das Nichtschwimmerbecken wird verkleinert, allerdings um den Kleinkinderbereich erweitert. Durch das Zentrieren der Becken braucht es weniger Aufsichtspersonal, was laut Schmitt ebenfalls enorme Kosten spart.

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