Crowdfunding

„Blitzgeschichten Bochum“ - Kalenderprojekt im Opel-Zeichen

Das erste Motiv des Kalenderprojekts „Blitzgeschichten Bochum“.

Foto: Frei nach Vorn GbR

Das erste Motiv des Kalenderprojekts „Blitzgeschichten Bochum“. Foto: Frei nach Vorn GbR

Bochum.   „Blitzgeschichten“ heißt ein Kalenderprojekt von drei Fotografen, mit denen sie das alte Ruhrgebiet und eine Marke aufleben lassen wollen: Opel.

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Es gibt erst dieses eine Motiv: Ein Mann kommt von der Arbeit, der historische Opel ist in einer Hauseinfahrt geparkt - die Frau wartet am (Küchen-)Fenster. Ein komponiertes Bild, eine szenisch-inszenierte Aufnahme. 13 Motive sollen im Verlauf der nächsten Wochen und Monate insgesamt entstehen. Ein Kalender für das Jahr 2016 soll daraus werden, der den Titel „Blitzgeschichten Bochum“ trägt. Es ist ein Fotoprojekt von Meike Willner (27), Philipp Niggemeier (27) und Ansgar Dlugos (30). Visualisieren wollen die Fotografen nach eigenem Anspruch den Themenkomplex „Ruhrgebiet, Bochum und Opel“. Das erste Motiv zeige, sagt Dlugos, „wo die Richtung hingeht.“

„Opel steht für den Strukturwandel“, sagt Dlugos, „und der gehört zum Ruhrgebiet.“ Der Fotografiestudent aus Dortmund und seine beiden Mitstreiter wollen vor allem das alte Revier wieder aufleben und lebendig werden lassen. Opel sei für den Wandel der Region eine gute „Chiffre“, findet Dlugos. Aufgebaut werden sollen die einzelnen Bilder wie Film-Arrangements: „Wir erzählen kleine ikonische Geschichten, die man so aus dem Ruhrgebiet kennt.“ Nebenbei wollen sie so auch ein Zeichen setzen gegen „immer glattere Locations“.

„Wir sind Kinder des Strukturwandels“

Entstanden ist das Ganze „aus einer Laune heraus - bei einem Kneipenabend“, erzählt die Wittenerin Meike Willner, die Dlugos seit dem ersten Semester an der Uni kennt und die mit Philipp Niggemeier, der in ihrem Studiengang als Dozent arbeitet, das Leben teilt. Kleinere Foto-Wettbewerbe hätten sie schon gewonnen, jetzt gelte es, aus dem stillen Kämmerlein heraus zu kommen und „mal was Großes zu machen“. „Wir sind Kinder des Strukturwandels“, schließt sich auch Willner den Grundgedanken Dlugos’ an. Darauf wollten sie aufbauen.

Bis zur geplanten Vollendung des Kalenders Mitte Oktober 2015 hat sich das Trio eine Menge vorgenommen. Über Social Media-Kanäle bei Twitter und Facebook wird das Projekt bereits beworben. Finanziert werden soll es über ein Crowdfunding auf der darauf spezialisierten Plattform startnext.de. 7500 Euro sollen damit zusammenkommen und die Aufnahmen ermöglichen. Externe Sponsoren könnten ebenfalls helfen, das Projekt zu unterstützen. Im Offset-Druck soll der fertige DIN-A2-Kalender produziert werden. Die fertigen Exemplare könnten dann bis zur ersten November-Woche an Kunden versendet werden.

Erstauflage von 1000 Exemplaren geplant

Die Fotografen peilen eine Erstauflage von 1000 Exemplaren an, „aber die Zahl ist nach oben offen“, sagt Meike Willner. Dass das Projekt für ihn „eine Herzensangelegenheit“ sei, betont auch Dlugos, „da ist sehr viel auf ,good will’ angelegt, wir müssen schließlich an die Fixkosten denken.“ Gleichzeitig würde sich das Trio von einem möglichen Erfolg seines Projekts gern überraschen lassen. „Man weiß ja nicht, wie sich das entwickelt“, sagt Dlugos. An historische Opel kommen die drei übrigens problemlos, dank guter Kontakt zu Fanclubs des Autobauers: „Es ist leicht, Liebhaber zu finden, die ihre alten Schätzchen präsentiert haben wollen“, sagt Willner. Nächstes Ziel für sie ist nun, die geeigneten Örtlichkeiten zu finden und die eigenen Blitze zu zücken. Dann müssen die „Blitzgeschichten“ nur noch zünden.

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