Preisverleihung

„Blicke“-Filmfestival zeigt spannende Dokus im Bochumer Kino

Gut besucht war das Filmfestival „Blicke“ im Kino Endstation: Die vielen Dokus und Experimentalfilme stießen auf großes Interesse.

Gut besucht war das Filmfestival „Blicke“ im Kino Endstation: Die vielen Dokus und Experimentalfilme stießen auf großes Interesse.

Foto: Ansgar Dlugos

Bochum.   Im Bochumer Kino Endstation ist das „Blicke“-Festival zu Ende gegangen. Das Publikum zeichnet den klugen Kurzfilm „Made in Langendreer“ aus.

Die 26. Ausgabe des renommierten Filmfestivals „Blicke“ ist im Kino Endstation (Bahnhof Langendreer) über die Bühne gegangen. Fünf Tage lang waren hier Dokumentar- und Experimentalfilme zu sehen, in denen sich viele Filmemacher mit dem vielfältigen Leben im Ruhrgebiet auseinandersetzen. Im Anschluss an die Vorstellungen gab es oft lebhafte Diskussionen mit den Filmschaffenden. So wurde auch das Publikum zum Teil des Festivals.

Die Jury vergab zwei Hauptpreise: In „Dann muss es ja ein was weiß ich was Gutes geben“ erzählt Florian Andreas Dedek die Geschichte eines nicht begangenen Verbrechens und dessen Folgen für eine Familie. „Ein eindringliches, berührendes, referenzreiches Essay über politische Kämpfe, die beendet schienen, und deren Nachhall doch bis heute spürbar ist“, so die Jury.

„Ausblicke“-Preis erstmals vergeben

Der zweite Hauptpreis ging an „Faxen“ von Lisa Domin. Darin steht eine junge Frau wild gestikulierend auf einem verlassenen Sportfeld. Erst später stellt sich heraus, das dies zur JVA Gelsenkirchen gehört.

Zum ersten Mal wurde ein Preis in der Kategorie „Ausblicke“ verliehen. Prämiert wird hier ein Film, der ohne Bezug zum Ruhrgebiet steht. Der Preis ging an „Rebar“ von Julius Dommer: ein geduldiges Porträt eines Jugendlichen, der seine und unsere Welt erklärt.

Publikumspreis vom Bahnhof gestiftet

Mit dem Publikumspreis, der vom Bahnhof Langendreer gestiftet wurde, wird „Made in Langendreer“ ausgezeichnet. Somit wurde erstmals ein Film „aus dem Herzen Langendreers“ prämiert. Eric Jobs und sein Protagonist Helmut „Spargel“ Schröder leben beide im Stadtteil. Der laut Spargel „einzig wahre Gewinner hier“ ist das von ihm selbstgebaute Fahrrad.

Der Querdenker-Preis von Trailer Ruhr ging an „Flüsse, Täler, Berge“ von Marco Kugel. „Barstow, California“ von Rainer Komer erhielt eine lobende Erwähnung. Den „Action: Gender-Preis“ von der Gleichstellungsstelle der Stadt erhielten Mareike Bernien und Alex Gerbaulet für ihren Film „Tiefenschärfe“.

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