Kinderbuch

Bilderbuch um Pony Peppi macht Kindern Mut

Anja Kinzel hat mit „Peppi und die perfekte Welle“ ihr erstes Kinderbilderbuch herausgebracht. Sie stellt es am Samstag im Bilderbuchkino in Wiemelhausen vor.

Anja Kinzel hat mit „Peppi und die perfekte Welle“ ihr erstes Kinderbilderbuch herausgebracht. Sie stellt es am Samstag im Bilderbuchkino in Wiemelhausen vor.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Weitmar-Mark.  Die Bochumer Malerin Anja Kinzel hat ihr erstes Kinderbuch herausgebracht. Die Geschichte dreht sich um ein Pferd, das beim Surfwettbewerb siegt.

Das schwarz-weiße Pony springt und tollt aufgeregt über die Wiese. Die Freude ist riesig: Es darf mit ans Meer fahren. Schon bald sieht man „Peppi“ neugierig aus dem Fenster eines VW-Busses lugen auf dem Weg an Englands Küste. So beginnt „Peppi und die perfekte Welle“, ein Kinderbuch von Anja Kinzel.

„Mein erstes“, betont die Malerin aus Weitmar-Mark, die es im Selbstverlag herausbringt. Die 49-Jährige hat ein Kinderatelier im Keller ihres Hauses an der Heinrich-König-Straße. Dort gibt sie seit zehn Jahren Workshops für Grundschulkinder. „Jeden Monat greifen wir ein anderes Thema auf, lernen eine neue Technik kennen.“ Acryl, Pastell, Aquarell oder Zeichnen – die Kinder macht sie mit den Feinheiten vertraut. Und die Eltern freuen sich, wenn ihre Sprösslinge kreativ sind. Der Stolz schwingt mit, wenn die kleinen Künstler ihre Werkstücke mit nach Hause nehmen können.

Zuvor im Jugendamt tätig

Zwar wird jeweils ein Thema vorgegeben, doch „wichtig ist, dass viel Fantasie ins Spiel kommt, dass die Kinder eigene Ideen entwickeln“. Anja Kinzel (49) studierte Malerei und Grafik am IBKK (Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie) in Wattenscheid. Zuvor aber war sie in Bergkamen im Jugendamt tätig, als sie sich noch einmal neu orientierte.

An „Peppi und die perfekte Welle“ hat sie ein Jahr lang gearbeitet. Eigene Erfahrungen, Vorlieben und Hobbys spielen hinein. So ist „Pepito“, eins ihrer zwei eigenen Pferde, auch optisch Vorbild für das vorwitzige Pony. „Ich habe viele Fotos gemacht, um die Bewegungen festzuhalten, wenn er auf der Weide rumhopst.“

Englands Küste und der VW-Bulli

So spielen auch Cornwell eine Rolle, wo die Autorin bevorzugt Urlaub macht, der Bulli („Ich hätte selbst gern einen“) und das Surfen, was sie mit Leidenschaft betreibt. In Peppis Geschichte geht es um Ängste (das Pferd würde gern Surfen, traut es sich aber zunächst nicht zu), um Freunde (die ihm helfen, das Ziel zu erreichen) und um Träume. „Was zunächst unmöglich scheint, gelingt mit der Unterstützung anderer. Es ist ein wenig schräg. Das Pony meldet sich zum Surfwettbewerb der Tiere an und findet die perfekte Welle.“

Tiere sind in ihrer Malerei ein großes Thema. Doch auch Farben spielen eine entscheidende Rolle; Anja Kinzel malt expressiv: gegenständlich zwar, doch nicht fotorealistisch. Gegenwärtig arbeitet sie an der Illustration für ein Jugendbuch einer anderen Autorin.

Fremde Wesen: Meerschweinchen und Papageientaucher

Doch auch ihr eigenes zweites Kinderbuch ist bereits auf dem Weg. „Die ersten Bilder sind schon da. Auch das Ende schwebt mir schon vor. Doch die Geschichte dazwischen, die muss sich erst entwickeln.“ Auch hier ist die Botschaft „mutmachend“: Es begegnen sich fremde Wesen, die so ganz unterschiedlich sind. Erst beim Kennenlernen kommen sie einander näher.

So trifft ein Meerschweinchen auf seiner Reise auf eine Kolonie Papageientaucher. Auch diesmal steckt eine kleine pädagogische Fußnote drin, doch ohne erhobenen Zeigefinger. Ob ihre frühere Tätigkeit im Jugendamt die Kindergeschichten mit prägt? „Darüber habe ich noch nie nachgedacht“, sagt die Malerin.

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