Bergbau-Museum

Belgischer Millionen-Nachlass kann dem Bergbau-Museum helfen

Strahlkraft hat das Deutche Bergbaumusem weit über Bochum hinaus. Nun soll es auch Fördergelder aus einem belgischen Millionen-Nachlass geben.-

Strahlkraft hat das Deutche Bergbaumusem weit über Bochum hinaus. Nun soll es auch Fördergelder aus einem belgischen Millionen-Nachlass geben.-

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Bochum.  Das Bergbau-Musem Bochum hat viele Förderer und Gönner. Nun kommt ein belgischer Technik-Narr hinzu. Er hat ein Millionen-Vermögen hinterlassen.

Der Bund, das Land NRW und auch die Stadt Bochum finanzieren große Teile zum Unterhalt des Deutschen Bergbau-Museums (DMT) Bochum. Aber etwa zehn Prozent des 20-Millionen-Euro-Etats, knapp zwei Millionen Euro, steuern Stiftungen und andere Drittmittelgeber bei. Auf dieser Liste illustrer Namen von RAG- bis Volkswagen-Stiftung taucht nun auch der eines belgischen Privatmanns auf.

Es geht um Roland Bartholomé – einst Eisenbahner und ein großer Techniknarr. Ein Mann, der sich u.a. für Industrieanlagen interessierte und de r in seinem Testament bestimmt hat, mit seinem Nachlass Denkmäler auf der Route der Industriekultur zu unterstützen . Davon soll das Bergbau-Museum profitieren, so wie auch der Landschaftspark Duisburg, die Zeche Zollverein in Essen und die Henrichshütte Hattingen.

Erstes Projekt ist für 2021 geplant

„Wir waren sehr erfreut vom Stifter bedacht zu werden und sind seit diesem Frühjahr in engem Austausch mit der König-Baudouin-Stiftung, die mit der Verwaltung des Nachlasses betraut ist“, sagt Diana Modarressi-Tehrani, die im Bergbau-Museum das Wissenschaftsmanagement leitet. Die Ziele Bartholomés würden sehr gut zu den Projekten des Museums passen. Schon im nächsten Jahr hofft die Wissenschaftsmanagerin auf die erste Unterstützung. Es geht um die Erfassung und den Erhalt von Filmbeständen.

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Welche Bedeutung das hat, macht Museums-Sprecherin Wiebke Büsch für ein ähnliches Projekt deutlich. „Dabei geht es um eine umfassende Sammlung der Stereofotografie, dem Vorläufer von 3D.“ Ehe die Fotografien für die Wissenschaft und für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, muss viel Zeit und Geld in die Archivierung und Bereitstellung gesteckt werden.“ Mit von Stiftungen finanzierten Projekten könne das gelingen.

Rätsel um die Förderung bleibt

Etwa 80.000 Euro stehen jedes Jahr aus dem Fonds Roland Bartholomé zur Verfügung, heißt es. Das Kapital liege im Millionenbereich, weiß Freddy Genten von der König-Baudouin-Stiftung. Warum Roland Bartholomé indes ausgerechnet den Erhalt von Industrieanlagen im Ruhrgebiet unterstützen wollte, weiß er nicht. Es bleibt ein Geheimnis, das der belgische Industrie-Freund vor Jahren mit ins Grab genommen hat.

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