WAZ-Medizindialog

Beim WAZ-Medizindialog wird’s am Halloween-Abend gruselig

„Was macht der Grusel mit der Seele?“ – das ist das Thema beim WAZ-Medizindialog.

„Was macht der Grusel mit der Seele?“ – das ist das Thema beim WAZ-Medizindialog.

Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Bochum.  Gruselig wird’s am 31. Oktober beim WAZ-Medizindialog. Experten zeigen an Halloween auf, was hinter dem Grusel steckt. Es sind noch Plätze frei.

Horror macht Kasse. Im Kino sind Schocker wie Steven Kings „Es“ oder – jüngst gestartet – „Joker“ mit Joaquin Phoenix Publikumsmagneten. Auch Romane mit Gänsehautfaktor erzielen prächtige Verkaufszahlen. Aber: Was richtet das Gruseln mit den Menschen an? Furchtlose Antworten liefert der WAZ-Medizindialog – passenderweise am Halloween-Abend.

„Was macht der Grusel mit der Seele?“, heißt es am Donnerstag, 31. Oktober. Im LWL-Klinikum an der Alexandrinenstraße geht es um Angst und Schrecken.

Vier Experten halten Vorträge

Vier Experten halten Vorträge. Den Anfang macht Klinikdirektor Prof. Georg Juckel. Er zeigt auf, was hinter vermeintlicher Magie und dem noch immer allgegenwärtigen Aberglauben steckt. Halloween vergleicht der Psychiatrie-Chef dabei mit der alemannischen Fastnacht, bei der diabolische Mächte mit Leckereien besänftigt werden: „Süßes oder Saures!“

Über „moderne Grusel-Phänomene nicht nur zu Halloween“ berichtet Bernd Harder. Der Journalist und Autor ist Vorstandsmitglied der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“. Er verheißt den WAZ-Lesern einen „illustrativen Gänsehaut-Trip“. Der Titel eines seiner Bücher weckt hinreichend Spannung: „Sie sind mitten unter uns – Die Wahrheit über Vampire, Zombies und Werwölfe.“

Therapeut zeigt Behandlungsmöglichkeiten auf

Wenn aus dem Spiel mit der Angst eine Krankheit erwächst, ist medizinischer Sachverstand gefragt. „Gruseln vs. Furcht – Was kann man psychotherapeutisch tun?“, fragt Andre Wannemüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinischen Psychologie Bochum. Er erklärt, was Angststörungen auslösen und anrichten und welche Therapien helfen können.

An die religiösen Ursprünge des Reformationstages am 31. Oktober erinnert Henri Krohn, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Mitte. Die seien vom populären Halloween inzwischen überlagert, beobachtet der Geistliche. Dabei habe Luther seinerzeit selbst unter den Angriffen des „Teufels“ gelitten, den er sich personifiziert vorgestellt habe.

Nach dem Medizinforum bleibt Zeit zum Feiern

Alle vier Referenten stehen nach ihren Vorträgen zu persönlichen Gesprächen bereit. Auch für einen kleinen Imbiss und Getränke ist gesorgt. Beginn ist bereits um 18 Uhr, also rechtzeitig vor den vielerorts angesagten Halloween-Partys.

Moderator des Medizindialogs ist WAZ-Redaktionsleiter Thomas Schmitt. Die Teilnahme ist für unsere Leserinnen und Leser wie immer kostenlos. Anmeldungen: 0201/ 804 80 58

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