Straßenbau

Auf der Dorstener Straße in Bochum droht Verkehrsinfarkt

Während der Sanierung können Straßenbahnen diese Brücke nicht passieren.

Während der Sanierung können Straßenbahnen diese Brücke nicht passieren.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Mitte/Hamme.  Während einer großen Baumaßnahme der Deutschen Bahn wird der Verkehr über Nebenstraßen geleitet. Fußgänger und Radfahrer haben freie Bahn.

Wer regelmäßig die Dorstener Straße nutzt, dem droht bald Ungemach. Die Deutsche Bahn wird die Eisenbahnbrücke über die Dorstener Straße in Höhe des ehemaligen Bahnhofs „Präsident“ aufwändig sanieren. Die Bahn hat sich für diese umfangreichen Sanierungsarbeiten ein Zeitfenster zwischen dem 2. September und 23. Oktober gesetzt. „Die Brücke wird überprüft und ältere Bauwerksteile müssen ausgetauscht werden“, so die Bahn.

Ursprünglich hatte die Bahn sogar darum gebeten, während der Bauzeit die Dorstener Straße in beiden Richtungen komplett zu sperren. Doch bei einem Vor-Ort-Termin Anfang Juni konnte die Stadt erreichen, dass der Kfz-Verkehr stadteinwärts zumindest eingeschränkt dieses Nadelöhr passieren kann. Trotzdem werden sich Staus in beiden Richtungen wohl nicht vermeiden lassen. Die Straßenbahnen können während dieser Zeit die Baustelle nicht passieren. Die Bogestra wird einen Schienenersatzverkehr mit Bussen über die Feldsieper und Herner Straße einrichten.

Umleitungskonzept ausgearbeitet

Ein Bahnsprecher kündigt an, dass es Auswirkungen auf den Zugverkehr in diesem Abschnitt geben wird. „Die Gleise dort auf der reinen Güterzugstrecke zwischen Bochum-Präsident und Bochum-Nord werden während der Bauzeit für insgesamt 52 Tage gesperrt.“ Nicht betroffen sei dabei das sogenannte Thyssen-Gleis.

Was nur wenige wissen: Der Personenverkehr auf dieser Strecke ist seit vielen Jahren eingestellt. Doch Thyssen-Krupp-Stahl nutzt die Gütergleise nach wie vor als zentrale Logistikstrecke. Hier kommen mächtige Stahlbrammen aus den Hüttenwerken in Duisburg an. Auf gleichem Weg verlassen fertiggewalzte Coils das Thyssen-Krupp-Werk an der Essener Straße.

Die Stadt Bochum hat jetzt ein Umleitungskonzept ausgearbeitet:

- In Richtung Innenstadt wird der Verkehr (soweit von der Beschränkung betroffen) über die Straßen Seilfahrt, Gahlensche, Wattenscheider- und Alleestraße umgeleitet.

- Wer in Richtung Herne fahren möchte, der wird über den Nordring auf die Herner Straße geführt. Eine weitere Umleitung führt über Westring, Alleestraße, Wattenscheider Straße, Gahlensche Straße über die Seilfahrt zurück auf die Dorstener Straße.

Für Fußgänger und Radfahrer haben sich die Planer einer gesonderte Lösung einfallen lassen: Auf beiden Straßenseiten wird ein Tunnel errichtet, so dass beide Gruppen diese Stelle sicher und auf direktem Wege passieren können.

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