Die NRW-Stiftung unterstützt den Bochumer Stelenweg „Jüdisches Leben in Bochum und Wattenscheid“ finanziell. Elf Stelen hat die Evangelische Stadtakademie Bochum schon aufgestellt, drei kommen noch hinzu. Dieses Vorhaben unterstützt die NRW-Stiftung mit einem Fördergeld von bis zu 35.000 Euro.
Stelenweg macht jüdisches Leben in Bochum sichtbar
Bei einem Termin in der Bochumer Synagoge überreichte Franz-Josef Lersch-Mense aus dem Stiftungsvorstand jetzt die Förderurkunde an die Akademieleiterin, Pfarrerin Dr. Anja Nicole Stuckenberger. „Der Stelenweg macht jüdisches Leben an vielen Stellen im Stadtbild wieder sichtbar – mitten unter den Menschen.
Die Evangelische Stadtakademie engagiert sich mit diesen und anderen Projekten seit vielen Jahren bei der Erforschung und Dokumentation der jüdischen Geschichte Bochums“, betonte Lersch-Mense. „Das verdient Unterstützung.“
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Die Idee entwickelte Pfarrer Manfred Keller im Jahr 2001, neun Jahre später entstand die erste Stele über Erich Mendel, langjähriger Kantor der Jüdischen Gemeinde Bochum zwischen 1922 und 1939, vor der Neuen Synagoge in Bochum. Zehn weitere folgten.
Stelen in Wattenscheid, Linden und am Stadtpark
Drei weitere Stelen sind in Planung: Die Stele in Wattenscheid soll an die dortige Synagoge und das jüdische Gemeindeleben erinnern. Die Stele in Linden soll an die dortige ehemalige jüdische Gemeinde erinnern, die allerdings mangels einer eigenen Synagoge die Synagoge in Hattingen benutzt hatte.
Die Stele im oder am Stadtpark wird an Philipp Würzburger erinnern. Er war seinerzeit (1812 bis 1877) einer von etwa 200 in Bochum lebenden Juden, Vorsitzender der Synagogengemeinde und als Stadtrat sogar stellvertretender Bürgermeister. Würzburger hat sich gegen viele Widerstände für den Bau des ersten Parks in Bochum eingesetzt.