An acht weiterführenden Schulen in Bochum gibt es nach den Ferien voraussichtlich kein warmes Mittagessen. Das Thema beschäftigt auch die Politik in Bochum. SPD und CDU haben bereits Anfragen für den Schulausschuss gestellt, nach der aktuellen Berichterstattung in der WAZ melden sich auch die Stadtgestalter zu Wort.
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Sie seien schockiert über „das Mensa-Chaos in Bochum“, erklärt Tobias Penoni, schulpolitischer Sprecher und Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung. „Die Versorgung der Kinder mit einem guten Mittagessen bröckelt mittlerweile genauso wie die Bausubstanz der Schulgebäude selbst.“
- An welchen Schulen das warme Mittagessen künftig wegfällt und wo Lösungen gefunden wurden, lesen Sie in unserem Artikel.
Die Ratlosigkeit des Schulverwaltungsamtes sei erschreckend. „Die Möglichkeiten, die nun die Versorgung von drei der elf betroffenen Schulen retten, wirken mehr zufällig als geplant“, kritisiert Penoni. Die Stadtgestalter wollen demnach im nächsten städtischen Schulausschuss nachfragen, seit wann das Aus für das warme Mittagessen an den Schulen absehbar war und welche kurzfristigen wie dauerhaften Lösungen in Arbeit sind.
Aus für warmes Mittagessen an Bochumer Schulen: Stadtgestalter haben eine Idee
Ebenso nennt die Wählergruppe eigenen Vorschlag. „In Gelsenkirchen hat sich bereits vor einiger Zeit ein Mensa-Verein gegründet, der dauerhaft in eigener Regie die Verpflegung an mehreren Schulstandorten durch eigenes Personal absichert“, so der schulpolitische Sprecher der Stadtgestalter.
Im August 2007 ist dieser „Mensaverein für Gelsenkirchen“ gegründet worden, von Schulleitung und Elternvertretern einer Gesamtschule. Mittlerweile gibt es dort ein Schulrestaurant mit rund 45 Mitarbeitenden, so ist es auf der Homepage des Vereins zu lesen. Außerdem werden fünf weitere Schulen an teils mehreren Standorten täglich mit rund 1000 Essen beliefert. Penoni: „Diese langfristige Variante zur sicheren Versorgung in Bochum muss vom Schulverwaltungsamt geprüft und koordiniert werden.“
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Neben den acht weiterführenden Schulen in Bochum, die nach den Ferien voraussichtlich auf warmes Mittagessen verzichten müssen, steht die Versorgung anderer künftig auf der Kippe. An acht von ihnen konnte der Vertrag mit dem Caterer „Stattküche Münster“ zwar bis zum 31. Januar 2024 verlängert werden. Allerdings, so die Stadtgestalter: „Das bedeutet, dass die Situation dort noch im laufenden Schuljahr eskaliert, wenn man nicht bereits in wenigen Wochen Lösungen vorlegen kann.“