Bochum. Rentner Claus Badtke arbeitet täglich in seiner winzigen Kellerwerkstatt. Seine filigranen Arbeiten aus Holz sind beliebt. Nicht nur in Bochum.

Drei Millimeter – für Claus Badtke sind Bohrer und Dekoupiersägeblatt in dieser Größe Standardwerkzeuge. Denn der Senior fertigt im Keller einen Hingucker nach dem anderen. In seiner Werkstatt, die maximal fünf Meter lang und nur 1,20 Meter breit ist, brennt das Licht und spielt Musik, sobald er den Strom anstellt. Irgendwie urig diese Tüftelkammer.
Wie bei einem Zahnarzt hängt direkt neben dem Bohrer ein Schlauch, der hier Holzstaub sofort absaugt. Eine Filteranlage sorgt dafür, dass der 74-Jährige in diesem Raum überhaupt arbeiten kann. Versunken sitzt er täglich stundenlang über seinen Werkstücken aus Linden-, Fichten-, oder Tannenholz und stört sich dabei nicht an der Enge: "Wenn ich arbeite, fühle ich ja nichts, dann arbeite ich!"