Bochum. Die preisgekrönten Schauspieler zeigen ihre „Penthesilea“ am 2. Januar einmal anders. Grund ist der schwere Wasserschaden im Schauspielhaus.

Der schwere Wasserschaden im Schauspielhaus Bochum wirbelt weiterhin den Spielplan durcheinander. Bis einschließlich 17. Januar kann – nach aktuellem Stand – das Große Haus nicht bespielt werden. Zahlreiche Vorstellungen werden gestrichen: darunter auch „Penthesilea“ am Donnerstag, 2. Januar.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Statt ihre Aufführung ausfallen zu lassen, ziehen die beiden Hauptdarsteller Sandra Hüller und Jens Harzer an diesem Abend kurzerhand auf eine kleinere Bühne um. In den Kammerspielen zeigen sie ihre „Penthesilea“ als eine Lesung, die in dieser Form einmalig sein dürfte.

Die komplette Inszenierung von Johan Simons aus dem Großen Haus in die Kammerspiele zu verlegen, sei technisch nicht möglich, berichtet die stellvertretende Intendantin Susanne Winnacker. „Bei der ,Penthesilea’ ist das Bühnenbild eine Art Mitspieler und auch technisch so gearbeitet, dass es weder wegfallen kann noch zu ersetzen ist“, sagt sie.

Durchaus eine noble Geste

So kann man es durchaus als noble Geste werten, dass Hüller und Harzer ihre Vorstellung nicht einfach absagen. Denn Kleists berühmtes Liebes- und Kriegsdrama, von Simons und Dramaturg Vasco Boenisch für nur zwei Personen eingerichtet, als Lesung zu präsentieren, ist gewiss nicht ohne Reiz. Zumal an diesem Abend zwei der größten Schauspieler des deutschsprachigen Theaters auf der Bühne stehen.

Anders als bei Jens Harzer fulminanter Rimbaud-Lesung, die vor wenigen Wochen vor halbleeren Rängen in den Kammerspielen stattfand, scheinen sich die Theatergänger für die Penthesilea-Lesung mehr zu interessieren. Die Karten zum ermäßigten Eintrittspreis von 15 Euro sind schon recht gut vergriffen.

Beginn: 19.30 Uhr. Karten: .