Bochum. Bochum muss in Sachen Radfreundlichkeit besser werden – sagt das Bündnis Radwende. Es macht sich auf zur zweiten Mängeltour.

Das Bündnis Radwende Bochum lädt zu seiner zweiten Mängeltour. Am Samstag, 2. November, geht es um 14 Uhr vom Kurt-Schumacher-Platz vor dem Hauptbahnhof in Richtung Osten. Dabei geht es um die Frage: „Wo bleibt der durchgehende Radweg auf der Wittener Straße?“.

Martin Krämer vom Bündnis Radwende Bochum
Martin Krämer vom Bündnis Radwende Bochum © FUNKE Foto Services | Christof Köpsel

Die Radwende bleibt nach Ansicht des Bündnisses auch vier Jahre nach dem Eintritt der Stadt Bochum in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) aus. Mit dem Eintritt in das Netzwerk sei das Versprechen verbunden gewesen, das Radwege-Netz massiv auszubauen. „Seitdem ist wenig passiert“, sagt Martin Krämer vom Bündnis. „Angekündigt hat die Stadt Bochum immerhin, bei allen Sanierungen von Hauptstraßen Radwege einzurichten. Nur leider geschieht auch das nicht konsequent, wie die Posse um den fehlenden Radweg auf der Brücke der Wittener Straße über den Sheffield Ring gezeigt hat.“

Bei der Planung des Brückenneubaus wurde auf einen Radweg verzichten. Krämer: „Das ist ärgerlich und muss schnellstens geändert werden.“ Allerdings müsse nicht nur die Brücke, sondern die gesamte Straße mit einem Radweg ausstattet werden. Dafür seien keine großen Investitionen nötig, wenn auf eine durchgehende Vierspurigkeit der Straßen verzichtet sowie das Teilstück Mark51/7 bis Ümminger Straße für den Radverkehr freigegeben werde.