Bochum. Das Bündnis Radwende Bochum fordert ein konsequentes Umdenken bei der Straßenplanung. Am Freitag ruft es zur nächsten Demo auf Rädern auf.

Das Bündnis Radwende Bochum lädt am Freitag (26.) dazu ein, die radialen Straßen der Stadt mit dem Fahrrad erfahren und anschließend den Abend bei einer mobilen Grillage ausklingen zu lassen. Treffpunkt für die gemeinsame Tour ist um 17 Uhr die Glocke am Rathaus. Von dort startet um 19 Uhr auch die monatliche „Critical Mass“, bei der im Juli 105 Radler dabei waren.

.„Dass vielen Menschen in Bochum der Umstieg vom Auto aufs Rad noch schwer fällt, liegt vor allem an der bescheidenen Rad- und ÖPNV-Infrastruktur“, erklärt Ralf Bindel von „attac“ für das Bündnis Radwende, dem mittlerweile 14 Organisationen angehören. „Bei der Bürgerkonferenz Mobilität im Mai war das Votum deutlich, dass sich 87 Prozent einen Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Rad, Bus und Bahn vorstellen könnten, wenn die Bedingungen besser wären.“ Städte hätten die besten Möglichkeiten, um Emissionen zu mindern, indem „die vorhandene Infrastruktur kostengünstig zulasten des Autoverkehrs gekürzt und zugunsten des Umweltverbunds aus Rad, Bus, Bahn und ‘zu Fuß’ erweitert werden“, so der Radwende-Mitorganisator.

Rad- und Fußweg konsequent treffen

Dabei müsse es eine Trennung von Rad- und Fußwegen geben. Denn: „Wenn mehr Verkehr auf das Rad verlagert werden soll, dürfe die schwächste Gruppe, die Fußgänger nicht leiden“, so die Ansicht der Radwende-Aktivisten.

Ein Umdenken müsse es bei der Planung für die Radialen wie der Königsallee, der Alleestraße, der Castroper Straße, der Wittener, Herner und der Dorstener Straße geben. Bindel: „Wir müssen den motorisierten Individualverkehr reduzieren.“ Der schlechte Zustand der Radialen werde bei der Mängeltour dokumentiert.