Bochum. In der Zeche 1 überträgt Regisseurin Liliane Brakema Büchners „Leonce und Lena“ in die Gegenwart. Ein Unterton des Unbehaglichen ist spürbar.

„Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus.“ Leonce tut sich schwer. Als Königssohn hat er so gar keine Lust aufs Regieren. Aber er weiß sich auch sonst nicht zu beschäftigen. Weder sein Verhältnis zur Tänzerin Rosetta noch die Albereien mit seinem Diener Valerio vermögen ihn dauerhaft zu befriedigen. Und nun soll er auch noch an die fremde Prinzessin Lena verheiratet werden. Um dem zu entgehen, beschließt er, mit Valerio zu fliehen.

Menschen oder Puppen