Wohnen

Anwohner kämpfen weiter um Vogelsiedlung in Bochum-Grumme

Ihre Forderungen machen die Anwohner der Vogelsiedlung in Bochum-Grumme an den Balkonen sehr deutlich.

Ihre Forderungen machen die Anwohner der Vogelsiedlung in Bochum-Grumme an den Balkonen sehr deutlich.

Foto: Soziale Liste

Bochum-Grumme.  Die Entscheidung naht. Wird die Vogelsiedlung in Bochum-Grumme abgerissen oder saniert? Die Anwohner kämpfen bis zuletzt um den Erhalt der Häuser.

Das Monatsende naht. Und mit ihm eine Entscheidung, der die Anwohner der Vogelsiedlung in Bochum-Grumme mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Klar, zum einen möchten sie endlich Klarheit darüber, was aus den Häusern wird, in denen sie schon so lange – und so gerne – leben. Auf der anderen Seite fürchten sie natürlich, eine schlechte Nachricht übermittelt zu bekommen.

Abriss oder Sanierung? Entscheidung über die Vogelsiedlung in Bochum-Grumme steht bevor

Die VBW als Eigentümer erwägt bekanntlich einen Abriss und Neubau – oder alternativ eine Sanierung im Bestand. Letzteres favorisieren die Anwohner von Heckertstraße, Amsel- und Lerchenweg. In der Hoffnung, dann in ihren Wohnungen bleiben zu können. Denn andernfalls drohen Mieten, die sich einige wohl nicht leisten können.

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Diese Sorge ist nicht unberechtigt. „Unsere Strategie war es – und ist es noch immer – einen gesunden Drittel-Mix zu fahren“, teilte Unternehmenssprecher Dominik Neugebauer unlängst mit. „Das bedeutet im Falle eines Neubaus ein Drittel öffentlich geförderter Wohnraum, ein Drittel frei finanziert und ein Drittel Eigentum. Sollte es also tatsächlich zu einem Abriss und damit verbunden zu einem Neubau kommen, so werden wir auch hier diese Strategie fahren.“

„Ein finales Ergebnis bzw. eine finale Entscheidung gibt es aber noch nicht“, versichert Dominik Neugebauer auf WAZ-Anfrage. „Wir erhalten gerade die ersten Zahlen unseres Gutachters. Darauf basiert dann unsere finale Entscheidung, welchen Weg wir bei der Vogelsiedlung in Grumme einschlagen werden.“

Die Zeit bis dahin wollen die Anwohner der Vogelsiedlung nicht ungenutzt verstreichen lassen. Jüngst haben sie Unterschriften für den Erhalt des Viertels gesammelt. 121 Autogramme kamen dabei zusammen. Die Liste will man am Montag der VBW übergeben. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, der „seelischen Grausamkeit“ ein Ende zu setzen. Ein positives, wohlgemerkt.

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