Gericht

Anklage gegen mutmaßlichen Uni-Vergewaltiger (32) erhoben

In diesem Wäldchen an der Schinkelstraße/Max-Imdahl-Straße/Hustadtring wurde eines der Opfer vergewaltigt.

In diesem Wäldchen an der Schinkelstraße/Max-Imdahl-Straße/Hustadtring wurde eines der Opfer vergewaltigt.

Bochum.   Gegen den Mann (32), der im vorigen Jahr zwei Studentinnen in Uni-Nähe vergewaltigt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Zwei Monate nach der Festnahme des Mannes, der zwei Studentinnen in Uni-Nähe vergewaltigt haben soll, hat Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann Anklage erhoben. Das bestätigte am Mittwoch das Bochumer Landgericht auf Anfrage der WAZ.

Die Anklagevorwürfe zeigen mit Nachdruck, dass er sich um einen ganz besonders brutalen Sexualverbrecher handeln könnte. Am 6. August 2016 um 18.30 Uhr wurde eine chinesische Studentin an der Straße „Auf dem Kalwes“ in ein Wäldchen gezerrt. Den Vorwürfen zufolge legte der Angeklagte ihr einen mitgebrachten Strick um den Hals und zog so stark zu, dass der Frau die Luft wegblieb und Todesangst hatte. Mit einem Ast schlug er ihr auf den Kopf, bis sie kurzzeitig bewusstlos wurde. Schließlich vergewaltigte er sie. Das Opfer wurde verletzt. Die Tat war potenziell lebensgefährlich.

Mit der Faust zu Boden geschlagen und vergewaltigt

Am 16. November um 16.45 Uhr soll der Mann über eine 27-jährige Studentin aus China hergefallen sein, diesmal an einem Wäldchen an der Max-Imdahl-Straße in Höhe Hustadtring nahe Uni-Hallenbad. Auch dort zerrte der Mann sein Opfer ins Gebüsch, würgte sie, schlug sie mit der Faust zu Boden, zog ihre Hose runter und vergewaltigte sie. Nachher stahl er zehn Euro aus ihrer Geldbörse.

Der Angeklagte sitzt seit 5. Dezember in Haft. Der Flüchtling aus dem Irak wurde in einem Asylbewerberheim in Bochum festgenommen. Sein Verteidiger Egbert Schenkel zur WAZ: „Er schweigt nach wie vor zu den Vorwürfen.“

Ursprünglich stand im Raum, ob der 32-Jährige auch wegen versuchten Mordes angeklagt wird. Davon nahm die Staatsanwaltschaft aber Abstand. Die Vorwürfe lauten nun: Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Diebstahl.

Ein Prozesstermin vor der 9. Strafkammer steht noch nicht fest.

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