Verkleiden

Animes und Computerspiele sind die Vorbilder für Cosplayer

Cosplay in Bochum

Jugendliche treffen sich am Sonntag 25.2.2018 in Bochum zu einem Cosplay Workshop bei dem sie lernen, wie sie Phantasie-Kostüme, z.B. aus World of Warcraft, nachbauen können. Video: Ingo Otto

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Bochum-Wiemelhausen.   Erster Workshop an der Ewaldstraße zeigt Cosplayern, wie sie sich Kostüme anfertigen. Dabei ist Fantasie gefragt.

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Menschen laufen verkleidet als Elfen, Orks oder andere Fabelwesen über Messen. Sie alle frönen dem Cosplay nach japanischem Vorbild. „Die Kostüme werden nach Vorbildern aus Videospielen oder Filmen nachgebastelt und dann auf Messen präsentiert“, erzählt Jacqueline Mückl.

Sie selbst ist Cosplayerin und hat in diesem Monat mit ihrer Cousine die „Craftingspace“ gegründet. Dort fanden jetzt die ersten zwei Workshops statt. Der erste Workshop beschäftigte sich mit allgemeinen Fragen. Welche Gedanken muss ich mir vor dem Basteln eines Kostüms machen? Welche Materialien benötige ich?

Großer Fan von „World of Warcraft“

Der zweite Workshop zeigte dann, wie man eine Schnittmaske für das Kostüm anfertigt. Das konnten die Teilnehmer dann direkt auch ausprobieren. „Es dauert ein paar Wochen bis Monate, um ein Kostüm fertig zu stellen“, erzählt Jacqueline. Sie selbst bastelt hauptsächlich Kostüme aus dem Spiel „World of Warcraft“. Dieses Computerspiel spielt sie leidenschaftlich gern.

„Ich habe mittlerweile etwa acht Kostüme“, erklärte sie. Und dabei ist ein Kostüm gar nicht so billig. Für eine gute Verkleidung legt man schon mal 100 Euro auf den Tisch. Für Jaqueline ist dieses Hobby aber nicht nur Verkleiden wie an Karneval. Für sie ist es eine Kunstform. Es ist super aufwendig, die Kostüme zu gestalten, und sie kann dabei kreativ werden, was die Materialien angeht und die endgültige Form des Kostüms. „Niemals würde ich eines meiner Kostüme an Karneval tragen“, betont Jacqueline.

Vorlage wird auf Moosgummi übertragen

Ein Kostüm hat auch Saskia Märkl mitgebracht. Es ist eine weiße Rüstung mit goldenen Verzierungen und stellt einen Schatten-Priester-Blutelf ebenfalls aus World of Warcraft dar. Saskia Märkl leitet den Workshop über die Schnittmasken. „Mit Frischhaltefolie und Klebeband umwickelt man zum Beispiel seinen Arm, um anschließend Muster für den späteren Armpanzer aufzumalen“, erklärt Märkl in ihrem Vortrag.

Danach kann diese Vorlage dann auf Moosgummi übertragen und in das Kostüm eingefügt werden. „Mit dieser Technik passt euch das Kostüm später perfekt.“ Alle neun Teilnehmer probieren die Technik dann an sich selber aus.

Auch die beiden Freundinnen Alwy und Jana: „Ich habe schon einige Erfahrungen und nähe gerade mein viertes Kostüm“, erzählt Alwy. Jana dagegen ist blutige Anfängerin. „Ich bin durch Alwy auf diesen Workshop gekommen und möchte mit einer Gruppe die Charaktere aus Diablo 3 nachbasteln“, erzählt Jana.

Sie hat jetzt erst Zeit für ihr Hobby, weil sie gerade mit ihrem Examen fertig geworden ist. Einem Messebesuch als Diablo 3 Charakter steht also nichts mehr im Weg.

>>> Stargast Eden Craft trägt kein Kostüm mehrmals

Den ersten Vortrag hielt Eden Craft: Sie ist berühmt in der Szene, denn ihr Gesicht schmückt Plakate, sie wird zu Cosplaying-Events eingeladen und sie besitzt einen Online-Shop mit über 11 000 Artikeln.

  • 40 Kostüme hat Eden schon gebastelt – sie trägt keines mehrmals. Sie ist sehr schnell im Basteln: Für ein Kostüm braucht sie lediglich eine Woche.

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