Stadtplanung

Am Glockengarten soll ab 2020 neues Wohnquartier entstehen

Stadtplaner Andreas Bachmann (rechts) erläutert den vielen Interessierten die ersten Pläne für die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers.

Stadtplaner Andreas Bachmann (rechts) erläutert den vielen Interessierten die ersten Pläne für die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers.

Foto: Dietmar Wäsche

Altenbochum.   Nahe des Seniorenheims in Altenbochum planen Stadt und VBW Neubauten. Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Bürger bringen ihre Ideen mit ein.

Der Andrang ist groß: Mehr als 150 Interessierte strömen zu einem Bürgerdialog in den großen Saal des Seniorenheims am Glockengarten. Sie alle erhoffen sich Antworten auf eine Frage: Was entsteht am Glockengarten? Die kurze Antwort darauf: ein neues Wohnquartier.

Da sind sich Stadt, VBW und die Senioreneinrichtungen (SBO), denen das Grundstück gehören, einig. „Doch was genau entsteht, ist ja noch gar nicht entschieden. Da wollen wir auch die Bürger mit ihren Ideen mit einbeziehen“, erzählt SBO-Geschäftsführer Frank Drolshagen.

Wohnungsmarkt immer angespannter

„Es gibt bislang noch keinen Bebauungsplan, sondern nur diverse Entwürfe“, ergänzt Stadtbaurat Markus Bradtke. Eines sei aber klar: Bochum brauche dringend neue Wohnungen. „Wir sind auf dem Weg zu einem angespannten Wohnungsmarkt. Deshalb ist es wichtig, neue Räume zu schaffen.“

Dieser soll jetzt unter anderem am Glockengarten entstehen – und zwar in Form eines Quartiers. „Das ist anders als etwa eine Siedlung, wo es nur Wohnhäuser gibt. In einem Quartier gibt es u.a. einen Bäcker und ein Ärztehaus, so dass man im Idealfall kein Auto braucht, um sich zu versorgen“, so Bradtke. Norbert Riffel von der VBW legt Wert darauf, dass das neue Quartier barrierefrei sei: „Denn wir wollen in unseren Wohnungen alt werden und am besten für immer in ihnen leben.“

Sinnesgarten soll erhalten bleiben

Derzeit gibt es vier Gestaltungsvarianten, die den Bürgern vorgestellt werden. Viele wünschen sich, dass die Grünflächen und Bäume erhalten bleiben und auch an eine gute Verkehrsanbindung und an Parkplätze gedacht wird. „Bloß keine Blockbebauung“, mahnt Anwohner Frank Mücher (45) an.

So wie er denken viele. Am Ende kommen bei den Besuchern vor allem die ersten beiden Planungsvarianten gut an. Diese sehen eine aufgelockerte Bebauungsstruktur mit viel Platz für Grünflächen vor.

Auch die Sorge vieler Anwohner, dass der Sinnesgarten und der Ententeich wegfallen könnte, wusste Drolshagen zu beseitigen. „Ich verspreche, dass der Sinnesgarten nicht verschwindet. Er zieht nur ein paar Meter weiter.“

Hofnung gibt es auch für den Ententeich

Auch für den Ententeich bestehe weiter Hoffnung. Er soll zum Teil erhalten und eventuell sogar erweitert werden. Auch andere Wünsche der Bürger sollen berücksichtigt werden. „Wir werden jetzt mit Hilfe der vielen Ideen dem Ausschuss für Planung und Grundstücke eine Empfehlung vorlegen“, so Stadtplaner Andreas Bachmann. Wenn alles gut läuft, dann sollen die Arbeiten Ende 2020 beginnen.

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