Einzelhandel

Alfatex-Stoffmarkt im Bochumer Prater-Center ist gerettet

Im Prater-Center an der Ecke Dorstener Straße/Riemker Straße betreibt Alfatex seit 1989 einen Stoffmarkt.

Im Prater-Center an der Ecke Dorstener Straße/Riemker Straße betreibt Alfatex seit 1989 einen Stoffmarkt.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bochum.  Mehr als anderthalb Jahre schwebte eine drohende Insolvenz über dem Alfatex-Stoffhandel in Hofstede. Nun sind er und 35 Arbeitsplätze gerettet.

Der seit längerer Zeit von einer Insolvenz bedrohte Alfatex-Stoffmarkt im Prater-Center an der Dorstener Straße in Hofstede ist gerettet. Die 35 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Nach Auskunft des Unternehmens hat das Amtsgericht Bochum das Insolvenzverfahren mit Wirkung zum 31. August aufgehoben. Zuvor hatten die Gläubiger dem vom Unternehmen vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt.

Damit kann des 50 Jahre alte Unternehmen mit seinen insgesamt 110 Arbeitsplätzen an fünf Standorten fortbestehen. Das gilt auch für den größten und wirtschaftlich wichtigsten Alfatex-Standort in Bochum. Der feiert im nächsten Monat seinen 30. Geburtstag. Schon 1989 bei der Eröffnung des Prater-Centers, das zur gleichen Unternehmensgruppe gehört wie das gegenüberliegende Hannibal-Center, war das Familienunternehmen vor Ort vertreten.

Dank an die Mitarbeiter

„Wir haben harte Einschnitte vollzogen und die Insolvenz konsequent dazu genutzt, das Unternehmen in einem schwierigen Umfeld an die sich verändernden Kundenwünsche heranzuführen“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin Sylvia Kaune. „Ich freue mich über den positiven Verlauf des Verfahrens und bin optimistisch, dass Alfatex wieder in eine positive Zukunft blicken kann. Mein besonderer Dank geht an die Mitarbeiter, die in der schwierigen Zeit loyal zum Unternehmen gestanden haben.“ In die Schieflage geraten sei ihr Unternehmen, das Ende 2017 Insolvenz anmelden musste, zuvor durch eine defizitäre Entwicklung in einigen Filialen.

Bochum gehört ausdrücklich nicht dazu. Der hiesige Standort sei erfolgreich, so Alfatex-Geschäftsführer Volker Kopp. Nicht zuletzt deshalb habe er einige Mitarbeiter aus der geschlossenen Filiale in Hagen übernehmen können. Die Filiale Bochum profitiere von ihrer Lage im Ballungsgebiet Ruhrgebiet. Außerdem gebe es nur noch wenige Anbieter für hochwertige Modestoffe, Kurzwaren und Handarbeiten, Haustextilien, Gardinen- und Dekostoffen, nicht zuletzt weil die großen Kaufhäuser diese Produkte aus ihrem Sortiment entfernt haben.

Veränderungen im Sortiment

Indes. Auch Alfatex muss Konsequenzen ziehen. „Wir müssen uns den Marktgegebenheiten dynamisch anpassen“, sagt Geschäftsführerin Sylvia Kaune. Das Unternehmen werde sich wieder auf seine Kernkompetenzen besinnen, so Geschäftsführer Volker Kopp. Die zwischenzeitlich angebotene Damenkonfektion ist wieder aus dem Sortiment verschwunden. Gestärkt werde der Servicebereich. So fragten etwa immer mehr Kunden nicht nur Gardinenstoffe nach, sondern wünschen sich die gesamte Leistung vom Aufmaß bis zur Herstellung.

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