Analphabeten

Alfamobil: Hilfsangebot für die Analphabeten in Bochum

Jeder zehnte Erwachsene in Bochum kann weder Lesen noch Schreiben. Dabei gibt es Hilfe, zum Beispiel bei der Volkshochschule

Jeder zehnte Erwachsene in Bochum kann weder Lesen noch Schreiben. Dabei gibt es Hilfe, zum Beispiel bei der Volkshochschule

Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Bochum.   Jeder zehnte Erwachsene kann nicht lesen und schreiben. Die VHS in Bochum hat viele Hilfsangebote. Infos gibt es am 9. April in der City.

34.000 der erwachsenen Bochumer können nicht oder kaum Lesen oder Schreiben – das ergeben Zahlen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundhilfe. „Darunter Menschen, die voll in Lohn und Brot stehen, eine Ausbildung gemacht haben und auch in der Arbeitswelt irgendwie zurechtkommen“, erklärt Ute Vielhaber-Jesse, Ansprechpartnerin für Lese- und Schreibkurse bei der Volkshochschule (VHS). Trotzdem haben Analphabeten Probleme: „Sie stehen unter großem Druck, weil sie verbergen, dass sie nicht Lesen und Schreiben können. Sie machen sich enorm abhängig von anderen.“

Es gibt Hilfe für Analphabeten

Dabei müssen sich Analphabeten nicht schämen – denn es gibt Hilfe. Über Angebote informiert am Dienstag, 9. April, das Alfa-Mobil des Bundesverbandes. Es steht zwischen 9.30 und 14 Uhr auf dem Bongard Boulevard vor dem Citypoint und gibt Betroffenen und Mitwissenden die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Die Aktion soll für Analphabeten sensibilisieren: Nicht-Betroffene können ausprobieren, wie es ist, nicht Lesen und Schreiben zu können.

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