Wirtschaft

AGR-Gelände ist wieder vermietet

Ein „idealer Standort“ ist die Rensingstraße, sagt Dr. Hans-Hermann Hüttemann. Der Ecosoil-Geschäftsführer hofft, dass in spätestens zwei Monaten der Betrieb auf dem ehemaligen AGR-Gelände beginnen kann. Das Verwaltungsgebäude hat das Unternehmen bereits renoviert.

Ein „idealer Standort“ ist die Rensingstraße, sagt Dr. Hans-Hermann Hüttemann. Der Ecosoil-Geschäftsführer hofft, dass in spätestens zwei Monaten der Betrieb auf dem ehemaligen AGR-Gelände beginnen kann. Das Verwaltungsgebäude hat das Unternehmen bereits renoviert.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Bochum. Es kommt Bewegung auf das frühere AGR-Gelände an der Rensingstraße in Riemke. In ein bis zwei Monaten will die Ecosoil Holding dort ihren Betrieb aufnehmen. Das aus Oberhausen nach Bochum umgezogene Unternehmen, einst hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von Hochtief Umwelt und RAG Umwelt, ist in vielen Bereichen von der Flächensanierung über Deich- und Deponiebau bis zum Industrieservice für den Braunkohletagebau tätig.

In Riemke wird es sich mit Boden- und Bauschuttaufbereitung beschäftigten, da eine weitere Betriebsstätte in Ennepetal an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen ist. „Der Standort hier ist ideal, weil wir die Verwaltung und die Aufbereitung auf einem Gelände zusammen geführt haben und die Verkehrsanbindung günstig ist“, sagt Ecosoil-Geschäftsführer Dr. Hans-Hermann Hüttemann.

Befürchtung der IG Gartensiedlung

Befürchtungen der Interessengemeinschaft Gartensiedlung, die sich jahrelang vor allem gegen Geruchsbelästigungen durch Abfallbehandlungen der AGR gewehrt hat und die 15 Monate nach dem Auszug der AGR nun neuerliche Emissionen fürchtet, versuchte der Geschäftsführer bei einem Treffen auf dem Betriebsgelände zu zerstreuen. Eine Abfallbehandlung werde es nicht gegeben, angezeigt worden seien bei der Bezirksregierung allein Tätigkeiten für die Bodenbehandlungen; „aber nicht mit Chemie oder Biologie, wir arbeiten rein mechanisch“, so der 56-Jährige. Dabei gehe es zwar um belastete Böden („Wir reden nicht über Humus“), was im Ruhrgebiet nicht untypisch sei, das Material komme aus einem Umkreis von 30 bis 50 Kilometern. „Aber es geht nicht um gefährliche Böden oder problembehaftete Stoffe“, versicherte Hüttemann der IG-Delegation.

Aus Sicht der Interessengemeinschaft „hört sich das erst einmal positiv an“, so Vorstandsmitglied Stefan Fleischmann. Zumal der Ecosoil-Geschäftsführer versicherte, es werde weder Geruchsbelästigungen noch vernehmbaren Lärm geben. Mögliche Staubentwicklungen würden durch Besprenkeln beim Sieben vermieden werden. Gearbeitet werde im Einschicht-Betrieb von 6 bis 18 Uhr. Voraussichtlich einige Dutzend Lkw würden täglich auf das Betriebsgelände fahren und es wieder verlassen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben