Brückenabriss

Abriss der Brücke am Sheffield-Ring verläuft wie geplant

Während zwei Bagger die Brücke zerlegen, zerkleinern zwei weitere den Beton und ziehen den Stahl heraus. 1400 Tonnen Beton und Stahl müssen abtransportiert werden.

Während zwei Bagger die Brücke zerlegen, zerkleinern zwei weitere den Beton und ziehen den Stahl heraus. 1400 Tonnen Beton und Stahl müssen abtransportiert werden.

Foto: Gero Helm

Bochum.  Der Teilabriss der Brücke am Sheffield-Ring hat am Wochenende rund um die Uhr stattgefunden. Vier Bagger zerlegten die Brücke in Einzelteile.

Innerhalb von knapp drei Tagen wurde die Brücke auf der Wittener Straße über dem Sheffieldring abgerissen. Pünktlich um 22 Uhr am Freitagabend begannen die Arbeiten. Zunächst wurden auf dem Ring Gummimatten und ein Sandbett ausgelegt, um die Fahrbahn zu schützen.

„Die eigentlichen Abrissarbeiten haben am Samstagmorgen kurz nach Mitternacht begonnen“, teilt Gisbert Soldat vom Tiefbauamt der Stadt mit. Für Anwohner in unmittelbarer Nähe der Baustelle war das ein Wochenende mit wenig Schlaf.

Bagger im Dauereinsatz

Durch eine Sondergenehmigung darf der Abriss auch nachts und am Sonntag stattfinden. Und das ist laut. Insgesamt vier Bagger sind an den Arbeiten beteiligt. Zwei davon stehen oben auf der Brücke. Sie bearbeiten die – mit circa 1,60 Meter relativ schmale – Betonfahrbahn unermüdlich mit zwei riesigen Presslufthammern. Das wirkt ein wenig, als würden die 24-Tonnen-Maschinen an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. „Das sieht aber nur so aus. Die Bagger stehen sicher zwischen Widerlager und Stützen der Brücke“, beruhigt Gisbert Soldat. Widerlager sind schwere Baukörper am Ende der Brücke. Sie leiten die Kräfte des Überbaus zum Boden ab und sichern so auch die Bagger.

Die beginnen mit dem Abbruch zunächst von außen nach innen und ziehen sich dann langsam aus der Mitte der Brücke nach hinten zurück. Zum Vorschein kommt dabei das Material, das mitverantwortlich für den Abriss ist: „Der Spannstahl kann ohne Vorankündigung reißen“, erklärt Soldat. Das verursacht dann Schäden in der gesamten Brücke und macht einen Abriss unvermeidbar.

1400 Kubikmeter Beton und Stahl

Stahl und Beton werden noch vor Ort voneinander getrennt. Dafür sind die anderen beiden 300 PS starken Bagger zuständig, die unten auf dem Sheffieldring stehen. Mit überdimensionalen Kneifzangen, sogenannten Pulverisierern, zerkleinern sie den Beton und ziehen den Stahl heraus.

Laut Bauleitung müssen 1400 Kubikmeter Beton und Stahl abtransportiert werden. Immer mindestens 15 Mitarbeiter sind gleichzeitig vor Ort, um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren und die Baustelle zügig zu beenden. Einigen Anwohnern geht das noch nicht schnell genug. Gisbert Soldat berichtet von Beschimpfungen in einer Arbeitspause: „Manche Menschen denken, dass wir unserer Arbeit nicht nachkommen und fordern uns auf, schneller zu machen.“ Zumindest der Abriss dieses Teilstücks verlief aber wie geplant.

>>> JETZT KOMMEN DIE KAMPFMITTELRÄUMER

  • Als nächstes wird die Baustelle auf Kampfmittel überprüft. Danach kann mit dem Neubau begonnen werden.
  • Autos werden weiter über den Sheffieldring umgeleitet. Die Auffahrt auf den Ring in Richtung Wattenscheid (aus Langendreer kommend) wurde bis auf weiteres gesperrt.
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