Schulgeschichte

Abi-Treff mit „Goldschimmer“

Das Bild auf der „Abi-Foto-Treppe“ ließen sich auch die „Goldjubilare“ unter Lessings Konterfei nicht entgehen.

Das Bild auf der „Abi-Foto-Treppe“ ließen sich auch die „Goldjubilare“ unter Lessings Konterfei nicht entgehen.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Langendreer.  Der Jahrgang von 1969 auf Spurensuche in seinem alten Gymnasium in Langendreer. Die weiteste Anreise hatten Ehemalige aus München und Konstanz.

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Im Foyer der Lessing-Schule herrscht ungewöhnlicher Trubel. „Du bist doch?“, „Dich hätte ich ja nicht erkannt“, und „Du bist doch im Ruhestand, oder?“, solche Sätze beherrschen die Kulisse. Denn es ist ein Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert für den Abitur-Jahrgang von 1969 an „historischer Stätte“ an der Ottilienstraße.

Sogar noch ein Lehrer dabei

Gut 30 der ehemaligen Pennäler sind der Einladung gefolgt, mit Klaus Naewe ist sogar noch einer der Lehrer dabei. Die weiteste Anreise haben zwei aus dem Jahrgang aus München und Konstanz. Diesmal sind sowieso alle mit dem gleichen „Kennzeichen“ unterwegs, die Organisatoren Werner Woßmann, Beate Konze-Thomas und Matthias Hintze haben Auto-Aufkleber mit „Abi 69“ mitgebracht.

„In den Klassen kennen wir uns besser als in der kompletten Abi-Stufe“, erklärt Matthias Hintze. Mit Manfred Müller übernimmt ein Ex-Physiklehrer der Lessing-Schule „und für einige Wiederholer auch Klassenkamerad“, raunt Hintze schmunzelnd, die Führung durch die Räume. Und das tut er mit einem schrillen Pfiff.

Erinnerung an „Opa Blank“

In der „neu renovierten Aula“ gibt Müller einen unterhaltsamen Überblick über die Entwicklung und Veränderungen an der Schule. Waren es etwa damals gut 1300 Schülerinnen und Schüler, so zähle man heute 880. Große Begeisterung erntet seine Erinnerung an den kauzigen Lehrer „Opa Blank“, der mit qualmendem Zigarren-Stümmelken seinen Unterricht begann und die Kippe abschließend wieder von der Fensterbank nahm.

Eigene Bahn-Haltestelle

Müller schlägt den Bogen über das halbe Jahrhundert und beschreibt, dass am Langendreerer Gymnasium keine Abwanderung an andere weiterführende Schulen festzustellen sei. „Eher andersherum, seit die neue 302 durchfährt. Seitdem haben wir ja auch eine eigene Haltestelle, statt Wiebuschweg nun Lessing-Schule“, erläutert der „beamtete freie Mitarbeiter“.

Denn so beschreibt er seinen Status. „Empfohlen haben sie mir damals, wie euch wohl auch, zu studieren, was man nicht kann“, holt er aus, „das war dann bei mir Mathe, sogar auf Diplom, und Astronomie.“

Schule damals und heute

Für den eigentlich geplanten Besuch auf der Dortmunder Zeche Zollern reicht die Zeit bis zum Abendessen schon nicht mehr. Der „goldene Jahrgang“ nutzt vielmehr die Atmosphäre im Restaurant „Pferdestall“ auf dem Gelände des heutigen Industriemuseums, um noch weiter ausgiebig in Erinnerungen zu schwelgen. Bis feststeht „das müssen wir in drei bis fünf Jahren noch mal machen.“

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