WAZ öffnet Pforten

19-Jährige ist im Starlight Express den Sternen ganz nahe

Kimberley Bremkens durfte als WAZ-Gewinnerin auch beim Aufwärmtraining dabei sein.

Kimberley Bremkens durfte als WAZ-Gewinnerin auch beim Aufwärmtraining dabei sein.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Den Sternen ganz nahe: Eine 19-Jährige durfte als WAZ-Gewinnerin hinter die Kulissen des Starlight Express blicken. Eine aufregende Erfahrung.

Der „Rusty-Lift“ ist beim Starlight Express ein wohlgehütetes Geheimnis. Kein Fremder soll sehen, wie es gelingt, die Dampflok auf einem ausfahrbaren Podest gen Sternenhimmel zu hieven. Es herrscht Fotoverbot. Kimberley darf nicht nur zuschauen. Sie schwebt auf dem Hydraulik-Aufzug sogar nach oben. Dabei strahlt die 19-Jährige mindestens so hell wie die Sterne im Musical-Theater, in dem sie einen unvergesslichen Tag verbringt.

Die offenen Sommer-Pforten der WAZ führen Kimberley Bremkens am Sonntag zum Bühneneingang am Stadionring. Hinter die Kulissen des Weltrekord-Musicals. Hinein in eine Welt, die ganz die ihre ist. „Tanzen und Singen waren schon immer meine Leidenschaft“, sagt die Frohnatur, die mit ihren Eltern, ihrem Bruder und Hund Ebby in den Claudius-Höfen wohnt. An der Musikschule wirkte sie in Kindermusicals mit, nahm Gesangsunterricht und war im Jugendensemble des Schauspielhauses aktiv.

Kimberley strebt Studium in Hamburg an

Der Starlight Express ist Kimberleys Sehnsuchtsort. Knapp 20 Mal hat sie die Show besucht. Das Eintrittsgeld hat sie sich beim Zeitungsaustragen verdient. „Häufig nutze ich den Tag, um bis in die Abendstunden vor unserem Haus das Tanzen mit und ohne Rollschuhen zu üben und dabei die Starlight-Choreographie zu lernen“, schrieb sie in ihrer Bewerbung für die WAZ-Pforten-Aktion. Inzwischen hat sie die Weichen gestellt, um aus der Passion eine Profession zu machen. In Hamburg nimmt sie seit diesem Monat an einem Vorbereitungskurs an der renommierten „Stage School“ teil. Ziel der Hildegardis-Abiturientin: nach einem dreijährigen Studium als Musical-Darstellerin zu arbeiten, möglichst im Starlight Express.

Nun also ist sie hier, backstage, mittendrin statt nur dabei. Und ist fasziniert von den Eindrücken, die in den zweieinhalb Stunden vor Vorstellungsbeginn auf sie einprasseln. Im „Skate-Department“ probiert sie die Original-Rollschuhe an. „Irre, wie man sich anspannen muss, um vernünftig darauf zu stehen. Kein Wunder, dass man vier Monate dafür trainieren muss“, staunt Kimberley und weiß noch mehr zu schätzen, was die Profis leisten, als sie die kiloschweren Kostüme hochwuchtet.

Das Stimmtraining gibt es exklusiv

Weiter geht’s zu Adrianne Hoang, bei der als „Callerin“ alle Fäden vor der Show zusammenlaufen. Licht, Ton, Bühnentechnik, Garderobe und Maske, nicht zuletzt die Darsteller selbst samt Zweitbesetzung: Alles und alle müssen vor Ort sein, alles muss passen. Dass die WAZ-Gewinner mit „Adi“ das Aufwärmtraining begleiten kann, ist wenig spektakulär. Das dürfen auch „normale“ Besucher gegen einen Extra-Obolus. Das Stimmtraining 45 Minuten vor dem Start hat Kimberley aber exklusiv. Begleitet von einem Keyboarder in den Zuschauerrängen ertönt im Hallenrund ein dutzendfaches „Haaa“, „Hiii“ und „Hoo“.

Gleichfalls eine Ausnahme macht die Starlight-Direktion beim Test-Einschwenken der Brücke und dem millimetergenauen Justieren des Scheinwerfers, der zwei Stunden später auf Rustys Brust für den visuellen Funkel-Höhepunkt der ausverkauften Show sorgen wird. Kimberley darf dafür auf den Lift steigen und hoch oben die Zielscheibe halten, die dem Spot als Orientierung dient. Fast nebenbei lernt sie Michal Fraley kennen, der als Starlight-Rollschuhtrainer der ersten Stunde als Legende gilt und den Kimberley „verehrt“. Kurz plaudert sie mit der Engländerin Hollie Aires, die seit Juni mit ihrer herausragenden Stimme die Pearl verkörpert: Kimberleys Lieblingsrolle.

Hoffnung auf ein Wiedersehen auf der Bühne

Wenige Minuten vor Showstart muss die 19-Jährige wohl oder übel die Seiten wechseln. Auf Einladung des Theaters darf sie mit ihrem Vater bei der Vorstellung dabei sein. Begleitet von Träumen von einer glanzvollen Karriere – und der Hoffnung, sich in wenigen Jahren hier wiederzusehen.

Starlight wird den Weg weisen.

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