Brustkrebs

12. Mai: Bochumer laufen zum neunten Mal gegen Brustkrebs

Auch in den vergangenen Jahren, hier ein Bild aus dem Jahr 2014, fand der Lauf „Aktiv gegen Brustkrebs“ im Bochumer Stadtpark statt. Die Teilnehmerzahl wuchs seitdem stetig.

Auch in den vergangenen Jahren, hier ein Bild aus dem Jahr 2014, fand der Lauf „Aktiv gegen Brustkrebs“ im Bochumer Stadtpark statt. Die Teilnehmerzahl wuchs seitdem stetig.

Foto: Klaus Pollkläsener

Bochum.   Bewegung hilft gesund zu bleiben und zu werden. Verein „Aktiv gegen Brustkrebs“ will mit Lauf im Stadtpark wieder darauf aufmerksam machen.

Laufen hebt die Stimmung, stärkt das Immunsystem und das Selbstbewusstsein. Wer sich viel an der frischen Luft bewegt, kann Krankheiten vorbeugen. Das Risiko erneut an Brustkrebs zu erkranken, können Frauen so sogar um 30 bis 40 Prozent senken. Das weiß Gabriele Bonatz, Chefärztin der Augusta Frauenklinik und des Brustzentrums Bochum.

Zum neunten Mal machen sie und der Verein „Aktiv gegen Brustkrebs“ darauf am Sonntag, 12. Mai, mit einem Lauf durch den Stadtpark aufmerksam. Die WAZ ist wieder Medienpartner des Laufes „Aktiv gegen Brustkrebs“. Bonatz: „Es geht uns nicht darum, Geld einzunehmen. Der Lauf ist ein Solidaritätslauf.“

Sponsoren helfen dem Verein

Er soll in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, wie wichtig Sport und Bewegung für die Brustgesundheit sind. Deswegen geht es auch nicht darum, eine besonders gute Zeit oder einen der ersten Plätze zu erreichen, sondern darum, einfach zu laufen.

Unterstützt wird „Aktiv gegen Brustkrebs“ von vielen Sponsoren, ohne die es den Verein so nicht geben könnte. Dabei leistet er wichtige Arbeit für die Patienten des Brustzentrums Augusta. Die Chefärztin erklärt: „Der Verein finanziert die sogenannte Komplementärmedizin, die nicht jedes Krankenhaus anbieten kann. Wir setzen sie ergänzend ein.“ Der Fokus in der Behandlung von Brustkrebserkrankten liegt auf der Schulmedizin. „Wir haben viele gute Medikamente, mit denen wir viel heilen können. Nur alternative Medizin zu verwenden, könnte Prognosen erheblich verschlechtert. Allerdings kann Komplementärmedizin zum Beispiel Nebenwirkungen lindern“, sagt Bonatz.

Das Brustkrebszentrum bietet Komplementärmedizin an – also Medizin, die durch Studien zwar nicht zu 100 Prozent als wirksam nachgewiesen ist, sich wissenschaftlichen Untersuchungen aber nicht entzieht. Homöopathie gehört nicht dazu, zum Beispiel aber ein Bewegungsangebote in der Natur. Es gibt Nordic Walking im Freien in Kooperation mit dem VfL Bochum oder das Paddeln im Drachenboot unter einem Trainer des Polizeisportvereins. Bonatz: „Warum die Bewegung hilft, wissen wir nicht zu 100 Prozent. Aber wir wissen: Sie hilft.“

Yoga kann Brustkrebspatienten helfen, sich zu entspannen – speziell vor einer Operation. Es fördert die Konzentration und hilft, sich von schlechten Gedanken abzuwenden. „Am Abend vor der OP machen unsere Yoga-Lehrerinnen mit den Patientinnen Entspannungs-Yoga. Davon profitieren sie sehr und schlafen besser“, weiß Gabriele Bonatz. Zudem können sie während und nach ihrer Krebsbehandlung an einer Kunsttherapie teilnehmen. Sie hilft, Gefühle auszudrücken und an Ängste zu kommen, um diese zu verarbeiten.

Die vierte Säule der Komplementärmedizin bietet ein Naturheilpraktiker an, der Ernährungsempfehlungen gibt. Er erklärt, welche Ernährung bei Brustkrebs die Heilung fördert. „Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für die Gesundheit. Das gilt für die Erkrankten, aber auch für jeden anderen“, betont Bonatz.

Walken oder laufen

Einmal pro Jahr organisiert „Aktiv gegen Brustkrebs“ den Lauf durch den Stadtpark – die Aktion, wegen der sich der Verein vor rund zehn Jahren gegründet hat. Auf den Strecken 2,5 und 5 Kilometer können die Teilnehmer walken und laufen. Vergangenes Jahr nahmen über 1300 Menschen teil, auf noch ein paar mehr Teilnehmer hoffen die Organisatoren um Gabriele Bonatz 2019: „Gestartet haben wir mit ein paar hundert Leuten. Es war toll, in den vergangenen Jahren immer wieder so viele Leute zu sehen. Da haben wir echt Gänsehaut bekommen.“

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